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Kriminalität

Bandidos in NRW verboten

Münsterland/Berlin

„Einer der größten kriminellen Rockervereinigungen den Stecker gezogen.“ Bundesinnenminister Horst Seehofer hat durch ein Vereinsverbot alle Bandidos-Gruppen in NRW getroffen. Zuvor hatte es groß angelegte Razzien gegeben – auch im Münsterland.

Auch dieses Bandidos-Heim in Greven ist Anfang Juli durchsucht worden. Foto: Günter Benning

Durch das Vereinsverbot des Bundesinnenministeriums sind alle 28 Chapter der Rockergruppe Bandidos in NRW verboten. Das hat das NRW-Innenministerium am Montag in Düsseldorf mitgeteilt. Ende Mai waren diesen 28 Chaptern noch 740 Mitglieder zugerechnet worden. „Heute haben wir einer der größten kriminellen Rockervereinigungen den Stecker gezogen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Verbotsverfügung am Montag veröffentlicht. 

Die Rockergruppe «Bandidos MC Federation West Central» ist ab sofort verboten und aufgelöst. Es ist laut Bundesinnenministerium das bislang größte Verbot dieser Art. Von dem Verein gehe eine schwerwiegende Gefährdung für die Allgemeinheit aus, heißt es zur Begründung. Schwere Körperverletzung sowie versuchte und vollendete Tötungsdelikte gehen demnach auf das Konto der Gruppierung.

Auch im Münsterland hatte es Anfang Juli Razzien gegeben – in Münster, Greven und Ibbenbüren. Bei den bundesweiten Durchsuchungen wurden unter anderem Waffen, Munition, Drogen, Motorräder, Speichermedien und größere Mengen Bargeld sicher­gestellt.

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