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Münsterländer zu Fracking-Vorschlägen von Söder und Kretschmer

„Bayern soll besser Windräder bauen“

Münsterland

Verständnislos verfolgen die Gegner des Gasbohrens, die vor rund zehn Jahren das Fracking im Münsterland verhindert haben, Markus Söders Vorschläge. Der bayerische Ministerpräsident ist der Ansicht, dass im norddeutschen Boden Gas gefördert werden sollte. Geht gar nicht, sagen die Experten im Münsterland.

-pet/vera/werd-

Ein Transparent mit Totenkopf und der Aufschrift "Kein Fracking!": Auf der Suche nach Erdgas setzen Unternehmen die in vielen Bevölkerungskreisen umstrittene Frackingmethode ein, die bei der Erdgasförderung dem Trinkwasser vermutlich schaden kann. Foto: picture alliance / dpa | Holger Hollemann

Forderungen aus Bayern und Sachsen, im Norden Deutschlands wieder nach Gas zu fracken, lassen Carsten Grawunder kalt. Der ehemalige Sprecher der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) und jetzige Drensteinfurter Bürgermeister sagt: „Fracking ist überhaupt nichts, was uns kurzfristig und perspektivisch hilft.“ Da es Jahre dauern werde, bis die Infrastruktur aufgebaut wäre, wird es kurzfristig nicht helfen, die Versorgung sicherstellen. „Selbst wenn wir alles daran setzen würden, die Bohrungen in die Erde zu bringen, wären die Mengen so gering, dass wir im Winter trotzdem frieren würden.“ Grawunder nannte die Vorschläge aus dem Süden gegenüber unserer Zeitung „schlecht recherchiert“. Besser sollten die Bayern anfangen, Windräder zu bauen. Beim Fracking wird unter großem Druck und mit Chemikalien Gas aus tiefen Gesteinsschichten gepresst. Das Verfahren ist umstritten, weil es unter anderem das Grundwasser zu verschmutzen droht.

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