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NRW ändert Mindestabstand

Booster-Impfung bereits nach vier Wochen

Düsseldorf

Wer sich bislang in NRW gegen Corona boostern lassen wollte, musste mindestens fünf Monate nach der Zweitimpfung verstreichen lassen. Nun hat das Gesundheitsministerium die Regel erheblich gelockert.

-lnw/er-

In Nordrhein-Westfalen können sich Bürgerinnen und Bürger in den Impfstellen von Kommunen und Kreisen in Zukunft bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus holen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

In Nordrhein-Westfalen können sich Bürgerinnen und Bürger in den Impfstellen von Kommunen und Kreisen ab sofort nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung ge­gen das Coronavirus holen. Das hat das Ministerium am Montagabend gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Die Änderung sei in einem Erlass geregelt, der an alle Kreise gegangen sei, sagte eine Sprecherin. Grundsätzlich sei damit das sogenannte Boostern auch vor dem fünften Monat nach der Zweitimpfung möglich. Eingehalten werden müsse jedoch ein Mindestabstand von vier Wochen. Bislang lag diese Frist bei fünf Monaten. „Es handelt sich bei dem vier­wöchigen Mindestabstand ausdrücklich nicht um eine Empfehlung, sondern lediglich um eine Untergrenze.“

Impfzentren sollen weniger Menschen abweisen

Mit der Fristverkürzung soll laut Medienberichten erreicht werden, dass weniger Menschen in den Impfzen­tren abgewiesen werden, weil ihre Zweitimpfung noch nicht lange genug zurückliegt. Grundsätzlich gelte nach wie vor die Booster-Empfehlung nach fünf Monaten, so die Sprecherin. Personen, bei denen die Grundimmunisierung jedoch weniger als fünf Monate zurückliege, dürften in den Impfzentren künftig nicht mehr zurückgewiesen werden und seien ebenfalls zu impfen.

Auffrischimpfung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt im Regelfall bisher einen Abstand von sechs Monaten. An­gesichts der erwarteten schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante haben zuletzt aber Fachleute wie der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, auf eine Verkürzung des Abstands zwischen zweiter und dritter Impfung gedrängt. Eine raschere Auffrisch­impfung könne die Ausbreitung sowohl der Delta- als auch der Omikron-Variante beeinflussen, „das zeigen die Erfahrungen aus Israel sehr eindrücklich“, sagte Salzberger.

Impfrekord in Westfalen

Derweil vermeldete die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ebenfalls einen neuen Impf­rekord: So seien in der ­vergangenen Woche fast 600.000 Corona-Impfungen verabreicht worden – davon 540.000 Booster-Impfungen. Im Münsterland seien 142.424 Menschen geimpft worden, teilte die KVWL am Montag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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