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Landespolitik

Christina Schulze-Föcking steht vor der Wahl zur Fraktionsvizechefin

Düsseldorf

Junge Gesichter will CDU-Landeschef Armin Laschet. Und sein Wunsch könnte am Dienstag erfüllt werden: Christina Schulze-Föcking aus Steinfurt steht vor der Wahl zur Fraktionsvizechefin.

Hilmar Riemenschneider

Sein Ziel hat CDU-Landeschef Armin Laschet schon am Tag nach der Kommunalwahl ausgerufen: Er werde Partei und Fraktion „auf die Regierungsübernahme 2017 vorbereiten“. Ein halbes Jahr nach Übernahme der Fraktionsführung stellt er dafür jetzt personelle Weichen an der Spitze der 67 CDU-Abgeordneten im Landtag. Neu zu besetzen sind bei der für Dienstag angesetzten Wahl mindestens zwei Stellvertreter-Posten. Einer davon geht an die Gruppe münsterländischer Abgeordneter: Christina Schulze Föcking, Agrar-Expertin aus Steinfurt, gilt als gesetzte Kandidatin.

Dem Vorstand gehört sie seit Jahresbeginn als Beisitzerin an, weil sie die Demografie-Arbeitsgruppe für ländliche Regionen leitet. In der Münsterland-CDU haben das viele aufmerksam verfolgt, weil sie darin eine Vorentscheidung über die Nachfolge von Karl-Josef Laumann in der direkten Fraktionsführung sahen. Ambitionen auf den Stellvertreter-Posten wurden auch Hendrik Wüst, Vertreter des Wirtschaftsflügels, nachgesagt.

In dieser Funktion ist er für Laschet wichtig. Diesen Konflikt könnte der Fraktionschef dem Vernehmen nach über eine erweiterte Beisitzer-Lösung lösen. Neben Wüst würden auch Finanzexperte Marcus Optendrenk und der Demografie-Beauftragte für die großen Städte, Thomas Kufen, an den Vorstand angedockt.

Ein weiterer Vize-Posten wird frei, weil Ursula Doppmeier (Gütersloh) verzichtet. Für sie soll ein anderer Ost-Westfale nachrücken: Dem kommunalpolitischen Sprecher André Kuper aus Rietberg werden dafür die besten Chancen eingeräumt. Der 53-Jährige ist als früherer Bürgermeister seiner Heimatstadt Experte für die Kommunen, einem politischen Kernbereich der CDU. Innerhalb der Fraktion rätseln manche, ob Laschet-Vize Peter Biesenbach im Amt bleibt. Mit 67 Jahren könnte das in der Fraktion als Jurist geschätzte Urgestein kürzer- treten.

Als Laschet im Dezember die Fraktionsführung übernahm, galten die Tage von Lutz Lienenkämper als Parlamentarischem Geschäftsführer als gezählt. Davon ist nun keine Rede mehr, in der Fraktion rechnen alle damit, dass er weitermacht. Für den als möglichen Nachfolger gehandelten Josef Hovenjürgen hieße das, dass er Fraktionsvize bleibt. Auf diesem Posten als gesetzt gelten auch Andrea Milz und Klaus Kaiser.

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