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Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Corona lässt es still werden in Haus Hall

Gescher

Corona macht nicht nur krank. Es macht auch still. In der Kantine der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Haus Hall in Gescher ist es ruhig geworden. Werkstattleiter Jürgen Dreyer sagt: „Unsere Leute gehen im Entenmarsch zum Essen. Dort trennt sie Plexiglas.“ Diese Art des Infektionsschutzes erschwere die Kommunikation erheblich.

Stefan Werding

Die Corona-Nachrichten verunsichern vielen Menschen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. „Die Arbeit bietet ihnen eine verlässliche Umgebung“, sagt Werkstattleiter Jürgen Dreyer. Foto: Stiftung Haus Hall

Genau das ist das Problem. „Beziehung ist unsere wichtigste Aufgabe. Unser Auftrag ist es, Menschen so zu fördern, dass sie durch ihre Behinderung weniger oder überhaupt nicht mehr eingeschränkt werden,“ sagt Dreyer. Dafür ist ein enger Kontakt wichtig. „Sonst können wir sie nicht animieren, Dinge zu lernen und einen anderen Umgang mit ihrem Verhalten zu finden. Deshalb ist Beziehung unser Hauptprodukt.“ Die Arbeit sei vor allem Mittel zum Zweck, um Beziehungen anzubieten, aufzubauen und zu pflegen.

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