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Einzelhandel, Gastronomie, Discos

Ab 4. März: Corona-Lockerungen in NRW in der Übersicht

Im März wird in Nordrhein-Westfalen gelockert: Nicht nur Clubs dürfen wieder aufmachen – auch für nicht Immunisierte gibt es weitreichende Änderungen durch die angepasste Corona-Schutzverordnung.

Von Lea Wolfram/dpa

In NRW gelten ab dem 4. März weitreichende Corona-Lockerungen. Foto: dpa/Bernd Thissen

In zwei Stufen werden in NRW die Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus gelockert: Ab dem 4. März fallen unter anderem für Kinder und Jugendliche sämtliche Zugangsbeschränkungen weg. Auch für den Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus gibt es angepasste Regeln. Zudem dürfen Clubs und Discotheken unter der 2G-Plus-Regel wieder öffnen.

Zulassungsbeschränkungen in NRW entfallen für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die in den vergangenen zwei Jahren besonders gelitten hätten, könnten "schon ab sofort" wieder ohne Einschränkungen und Kontrollen am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) am Mittwoch mit. Die Beschlüsse im Einzelnen:

  • 2G-Plus und 3G entfallen in NRW für Jugendliche und Kinder ab dem 4. März komplett.
  • Ab Freitag ist ihnen somit eine Teilnahme an allen Veranstaltungen und Angeboten ohne Nachweispflicht gestattet.
  • Maximale Teilnehmerzahlen müssen jedoch weiterhin beachtet werden.

Hotels, Gastronomie, Kultur, Tourismus: Corona-Lockerungen für nicht Immunisierte

Ab dem 4. März haben auch nicht immunisierte Menschen – also Personen, die weder geimpft sind noch eine Corona-Infektion durchgemacht haben –Zugang zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sportangeboten. Dort gilt nun 3G, also ist ein negativer Test nötig, falls keine Immunisierung besteht. Dies gilt für:

  • gastronomische Einrichtungen
  • touristische Übernachtungen und Reisen
  • Kultureinrichtungen (zum Beispiel Museen, Ausstellungen, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen)
  • Sportausübung im öffentlichen Raum (innen und außen) sowie Besuch von Sportveranstaltungen

Eine Liste mit den Orten und Bereichen, in denen ab sofort 3G oder 2G-Plus gilt, finden Sie weiter unten im Artikel.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen in NRW erlaubt

Kleinere Veranstaltungen sind in NRW unter 3G ab dem 4. März mit mehr Besuchern möglich:

  • Maximal 1000 Teilnehmer
  • Es gilt grundsätzlich 3G
  • Erlässt Veranstalter 2G-Plus: bis 1000 Teilnehmer entfällt die Maskenpflicht
  • Bei bis zu 500 Teilnehmern: keine Kapazitätsbeschränkungen
  • Bei mehr als 500 Teilnehmern: zusätzliche Auslastung darf nur bei höchstens 60 Prozent der über diese 500 Personen hinausgehenden Kapazität liegen

Bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern gelten in NRW diese Corona-Lockerungen:

  • In Innenräumen mit Maskenpflicht und 2G-Plus: zulässig sind maximal 6000 Menschen bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent
  • Im Freien: zulässig sind maximal 25.000 Personen bei einer maximalen Auslastung von 75 Prozent

Die zuständige Behörde kann laut Ministerium aber Ausnahmen von diesen Obergrenzen festlegen, "wenn durch entsprechende Konzepte Abläufe sowie An- und Abreise infektiologisch vertretbar gestaltet werden können". Die höheren Teilnehmergrenzen gelten nicht für Clubs, Diskotheken und Veranstaltungen mit Tanz, da dort ein erhöhtes Infektionsrisiko herrsche.

Corona-Lockerungen: Clubs und Discotheken in NRW öffnen wieder

In NRW dürfen ab dem 4. März Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen nach mittlerweile monatelangen Schließungen wieder öffnen. Dabei müssen Betreiber und Besucher jedoch strenge Zugangsbeschränkungen beachten:

  • Der Besuch von Discos und Clubs in NRW ist nur immunisierten Personen gestattet – es gilt 2G-Plus.
  • Auch Geboosterte und frisch Genesene müssen einen negativen Test vorweisen.
  • Es besteht keine Maskenpflicht.

Zunächst war in der Corona-Schutzverordnung eine Öffnung von Clubs für den 9. März festgelegt worden. Dies hatte für Unmut in der Szene gesorgt. In NRW hatten sich daraufhin wütende Disco- und Clubbetreiber in einem Brief an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gewandt und den (späteren) Öffnungstermin kritisiert. Kurz danach hatte die Staatskanzlei reagiert und eine Öffnung der NRW-Clubs am 4. März verkündet.

Hochzeiten, Partys, Volksfeste: Welche Corona-Regeln gelten in NRW für Feiern?

Ab dem 4. März gilt für private Feiern, Volkfeste sowie vergleichbare Freizeitveranstaltungen wie Tanzfeste weiterhin 2G-Plus (die Testpflicht entfällt für Geboosterte). Nicht immunisierte Personen dürfen demnach nicht teilnehmen.

Diese Corona-Regeln bleiben in NRW weiterhin bestehen

Neben den Corona-Lockerungen hält die NRW-Landesregierung weiter an sogenannten "Basisschutz-Maßnahmen" fest. Dazu gehören die an bestimmten Orten bereits bestehende Maskenpflicht, Abstandsgebote und Hygieneregeln.

Wo gilt ab dem 4. März in NRW weiterhin eine Maskenpflicht?

An folgenden Orten ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW mindestens eine medizinische Maske (sogenannte OP-Maske) zu tragen:

  • in Fahrzeugen des ÖPNV einschließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung sowie innerhalb anderer geschlossener Fahrzeuge (zum Beispiel Bahnen, Schiffe, Flugzeuge)
  • in Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen, soweit diese Innenräume – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kunden beziehungsweise Besuchern zugänglich sind
  • im Freien, soweit die zuständige Behörde dies für konkret benannte Bereiche durch Allgemeinverfügung ausdrücklich anordnet
  • bei Veranstaltungen im Freien mit einer zusätzlich erlassenen Maskenpflicht

Bei der Inanspruchnahme und Erbringung körpernaher Dienstleistungen ist von nicht immunisierten Personen eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine vergleichbare Maske (insbesondere KN95/N95) zu tragen. Das Tragen einer solchen Maske wird zudem allen Personen dringend empfohlen:

  • in Fahrzeugen des ÖPNV einschließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung sowie innerhalb anderer geschlossener Verkehrsmittel (zum Beispiel Bahnen, Schiffe, Flugzeuge, Fahrschulfahrzeuge)
  • in Handelsgeschäften

Wo gilt ab dem 4. März in NRW 3G und 2G-Plus?

Ein Auszug der Orte und Bereiche, in denenin NRW ab dem 4. März 3G und 2G-Plus gilt. Eine vollständige Übersicht finden Interessierte in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

    3G

  • Versammlungen im öffentlichen Raum in Innenräumen
  • Versammlungen im öffentlichen Raum im Freien bei gleichzeitig mehr als 1000 Teilnehmenden (Ausnahmen durch zuständige Behörden möglich bei gleichzeitigem Erlass einer OP-Masken-Pflicht)
  • Bildungsangebote
  • öffentlichen Bibliotheken
  • Messen und Kongresse
  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und ähnliche Kultureinrichtungen
  • Konzerte, Aufführungen, Lesungen und sonstige Kulturveranstaltungen in z.B. Theatern und Kinos
  • Tierparks, Zoologische Gärten, Freizeitparks, Spielhallen, reine Freibäder und Ähnliches
  • Beerdigungen und standesamtliche Trauungen
  • Sonnenstudios und körpernahe Dienstleistungen (einschließlich Friseurleistungen)
  • Gastronomie
  • Beherbergungsangebote und Tourismus

    2G-Plus

  • Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen
  • gemeinsames Singen von Chormitgliedern
  • private Feiern mit Tanz (Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Ähnliches)
  • Clubs, Diskotheken und vergleichbare Einrichtungen sowie vergleichbare Veranstaltungen (öffentliche Tanzveranstaltungen, Brauchtumsveranstaltungen in Innenräumen, private Tanz- und Diskopartys und Ähnliches); Testpflicht gilt auch für Geboosterte und frisch Genesene
  • Bordelle, Prostitutionsstätten, Swingerclubs

Bundesweite Corona-Lockerungen ab dem 20. März?

Die bereits beschlossenen Öffnungen und Erleichterungen in NRW sind durch eine Anpassung der Corona-Schutzverordnung erfolgt. Diese gilt vorerst bis zum 19. März. Ab dem 20. März könnten dann weitere Corona-Lockerungen folgen, wie die NRW-Landesregierung ankündigte. Denn am 20. März sollen laut Bund-Länder-Beschluss die "einschneidenden Auflagen" fallen, wenn die Lage in den Krankenhäusern es zulässt. Danach soll aber noch ein "Basisschutz" mit Maskenpflichten in Innenräumen, Bussen und Bahnen sowie mit Tests möglich sein. Zuvor wollen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten in einem Bund-Länder-Treffen am 17. März erneut zusammenkommen und beraten.

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