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Rettungsdienst

Das Münsterland bekommt Tele-Notärzte

Münsterland

Das Münsterland soll zusammen mit dem Kreis Recklinghausen ein so genanntes Tele-Notarzt­system bekommen. Die eigens gebildete Trägergemeinschaft gehört zu den sechs Regionen in Nordrhein-Westfalen, deren Antrag angenommen wurde, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit.

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Eine Telenotärztin sitzt in der Rettungsleitstelle der Feuerwehr in Aachen: Auf ihren Monitoren kann sie allgemeine Patienteninformationen, EKG-Daten und ein Livebild aus dem Rettungswagen sehen. Foto: Marius Becker

Mit einem Tele-Notarzt­system kann nach Darstellung des Ministeriums der Rettungsdienst am Einsatzort einen erfahrenen Notarzt konsultieren. Der jeweilige Telenotarzt sitzt in der Leitstelle und kann von dort den Einsatz per Echtzeit-Vitaldaten-Übertragung, Sprach- sowie gegebenenfalls Sichtkontakt verfolgen und entsprechend unterstützen und anleiten. Je Trägergemeinschaft wird ein Tele-Notarztstandort aufgebaut. In der Steuerungsgruppe sind neben der Landesregierung auch die Verbände der Krankenkassen, die kommunalen Spitzenverbände und die Ärztekammern vertreten.

Bereits seit 2014 ist eine Telenotarztzentrale in der Stadt Aachen im Regelbetrieb. Neben den Rettungswagen aus der Stadt Aachen sind hier auch Fahrzeuge der Städteregion Aachen und den Kreisen Euskirchen, Heinsberg, Düren sowie Borken aufgeschaltet. Derzeit wird das Tele-Notarztsystem von der Stadt Bielefeld und den Kreisen Lippe, Höxter, Paderborn, Herford, Gütersloh und Minden-Lübbecke etabliert.

In der Stadt Münster wird die Technik ebenfalls bereits genutzt. Rund 30 Notfall­sanitäter und Notärzte wurden Ende 2020 auf das neue System geschult, das seit dem 1. März 2021 auf zwei Rettungswagen (RTW) im Stadtgebiet eingesetzt wird, teilte die Stadt im Frühjahr mit.

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