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Formulare, Vorschriften, Zertifikate

Die Brexit-Schmerzen der Unternehmen im Münsterland

Münster

Das Vereinigte Königreich (UK) zählt zu den wichtigsten Handelspartnern der Unternehmen in NRW. Aber eine IHK-Befragung zeigt ein düsteres Stimmungsbild: Über 60 Prozent der betroffenen Unternehmen schätzen die Situation demnach als schlecht ein, mehr als die Hälfte erwartet eine zunehmende Verschlechterung im Jahr 2021 – dem ersten „echten“ Brexit-Jahr. Die Hauptprobleme nach der Umfrage „Going International“: Zollbürokratie (75 Prozent), Hürden in der Logistik (60 Prozent) und tarifäre Handelshemmnisse (50 Prozent). Auch viele Unternehmen im Münsterland sind betroffen.

Martin Ellerich

Schwarzwälder Kirschtorten werden im Mettinger Werk von Coppenrath & Wiese belegt. Großbritannien ist ein wichtiger Markt für die Großkonditorei. Foto: Coppenrath & Wiese

Für Unternehmen ist der Brexit ein Hammer – trotz des in letzter Minute vereinbarten Handelsabkommens. „Ein No-Deal-Brexit wäre ein Stahlhammer gewesen, mit Abkommen ist es ein Gummihammer“, sagt Gerd Laudwein, Teamleiter International bei der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. „Aber: Bekommt man ihn auf die Finger, tut auch ein Gummihammer weh.“ Neujahr ist der Brexit mit dem Auslaufen der Übergangsregeln spürbare Realität geworden. Trotz des Abkommens zeigen sich Probleme: Bürokratie, Logistikschwierigkeiten und rechtliche Unsicherheit. Das betrifft auch viele Unternehmen im Münsterland.

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