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Neue Technologie im Test

Die ersten E-Rezepte im Münsterland

Münsterland

Das elektronische Rezept ist da: In Westfalen-Lippe wird die neue Technik getestet. Ärzte und Apotheker sprechen von einer Erleichterung – Patienten sind noch zurückhaltend.

Von Gunnar A. Pier

Die Apotheken im Münsterland spielen bereits mit: Hier wird das E-Rezept seit Monatsbeginn getestet. Foto: Gunnar A. Pier

Bei den meisten Patienten hält sich die Begeisterung noch in Grenzen – zu viele Wenns und Abers verkomplizieren den Start des elektronischen Rezepts. Doch die Akteure im Gesundheitswesen jubeln: „Das ist für uns schon eine Mega-Erleichterung“, sagte am Mittwoch etwa der münsterische Zahnarzt Dr. Andre Büchter bei einem Pressetermin.

Fakt ist: Die neue Technik hat das Münsterland erreicht. Westfalen-Lippe gehört zu den Pilotregionen in Deutschland, in denen das ­E-Rezept getestet wird. Rund 250 Allgemeinmediziner und etwa 200 der 2800 Zahnarztpraxen seien dabei, erklärte die Sprecherin der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Christine Dedeck, am Mittwoch.

Ärzte wie Dr. Andre Büchter. Bislang musste er Rezepte auf rosafarbenen Zetteln ausdrucken, die die Patienten in die Apotheke trugen. Künftig setzt er am Rechner ein Häkchen bei „E-Rezept“, und binnen Sekunden erscheint das Rezept digital in der passenden App des Patienten. Der kann das Rezept in der Apotheke vorzeigen, es digital übertragen oder erstmal in der App nachschauen, in welcher umliegenden Apotheke das Medikament verfügbar ist. Eine Erleichterung sei das – auch etwa für Betreuer in Pflegeheimen, die mit den Rezepten vieler Bewohner hantierten.

Doch bis alle mitmachen können, dauert es noch etwas. Patienten brauchen eine Krankenkassenkarte mit Sendefunktion und PIN. Und weil die noch nicht flächendeckend verbreitet ist, wird zunächst doch noch ein Zettel ausgedruckt.

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