Einsatz von Kampfmittelexperten

Entwarnung nach Blindgängerverdacht in Dülmener Innenstadt

Dülmen

Kampfmittelexperten gingen am Mittwochvormittag an einer Fundstelle in der Dülmener Innenstadt einem Blindgängerverdacht nach. Eine Entwarnung erfolgte am frühen Nachmittag.

Kristina Kerstan

Der Kampfmittelräumdienst musste am Verdachtspunkt am Brokweg in Dülmen zunächst die Stelle freilegen. Foto: Markus Michalak

Gegen 13.30 Uhr wurde bekanntgegeben, dass es sich bei dem verdächtigen Objekt um Reste eines Brandbomben-Behälters im Erdreich handelt. Der stählerne Behälter, der Platz für sechs Brandbomben bot, hatte den Alarm ausgelöst.

Solche Behälter wurden zusammen mit den Bomben aus dem Flugzeug geworfen. Der Trichter um den Einschlag sowie der Behälter aus Stahl legten einen Bombenverdacht nahe. Außerdem wurden auch Brandspuren gefunden, weil auch diese Behälter kokelten.

Am Boden der mit Betonringen gesicherten Ausschachtung finden sich die Überreste eines stählernen Behälters für Brandbomben, die den Alarm auslösten. Foto: Markus Michalak

Szenario im Falle einer Entschärfung

Der Blindgänger war zuvor auf einem Grundstück am Brokweg nahe der Dülmener Innenstadt vermutet worden. Der verdächtige Gegenstand war während einer routinemäßigen Luftbildauswertung und anschließender Sondierungsbohrung entdeckt worden. Die Kampfmittelräumer mussten zur genaueren Untersuchung des Objektes zunächst das Erdreich über dem Verdachtspunkt abtragen.

In diesem Zuge einer Bombenentschärfung hätte das Gebiet in einem Radius von 250 bis 500 Metern evakuiert werden müssen. Innerhalb dieses Raumes befinden sich jedoch neben Wohnhäusern und Geschäften auch drei Seniorenheime und ein Kindergarten. Unter Umständen wären auch das Polizeipräsidium und der Weihnachtsmarkt von Evakuierungsmaßnahmen betroffen gewesen.

Mehr Infos

Die Dülmener Zeitung hatte ausführlich berichtet  über den Blindgänger-Verdacht.

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