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Corona-Krise in Familien

Expertinnen vermuten mehr Gewalt - trotz sinkender Zahlen

Münsterland

Anders als die Landesregierung gehen Frauenberatungsstellen in der Region von mehr Gewalt gegen Frauen und Kinder aus. Seit Wochen hocken Familien wegen des Corona-Kontaktverbots zusammen, oft auf sehr begrenztem Wohnraum. Dazu wächst die Angst bei Kurzarbeit oder drohendem Jobverlust.

Stefan Werding

Die Antwort auf die Fragen, ob und wenn ja, wie Gewalt gegen Frauen und Kinder zurzeit steigt, liegt im Dunkeln. Expertinnen stellen die Aussagekraft aktueller Zahlen in Corona-Zeiten aber infrage. Foto: dpa

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) ist nichts bekannt von einem Anstieg der häuslichen Gewalt und einer Zunahme der Kindeswohlgefährdungen. Das geht aus seinem Bericht hervor, den er am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags vorgestellt hat. Das scheinen die Zahlen zu bestätigen, die die Polizei zu den landesweiten Einsätzen wegen häuslicher Gewalt in den Monaten März 2018, 2019 und 2020 auf Nachfrage herausgibt. Sie stieg 2019 von 2903 auf 3003, um 2020 auf 2112 zu sinken.

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