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Die Knöllchen-Bilanz

Falschparker und Temposünder zahlten 2018 viele Millionen

Münsterland

Die Schrecksekunde kennen wohl die meisten Autofahrer: Aus dem Kofferraum des grauen Kombis am Straßenrand zuckt ein Blitz über die Straße. Hektischer Blick zum Tacho: Wie teuer wird das nun wieder? Zehntausende Mal tappen alleine im Münsterland Autofahrer Jahr für Jahr in die Radarfalle. Hinzu kommen Knöllchen für falsches Parken. Städte und Kreise nehmen dabei Millionen ein. Ein Blick aufs Jahr 2018.

Gunnar A. Pier

Wer im Parkverbot parkt, bekommt es mit dem Ordnungsamt zu tun. Fast 73.000 Knöllchen gab es im Jahr 2018 alleine in Münster. Foto: Gunnar A. Pier

►  „Starenkästen“: Die fest installierten Geschwindigkeit-Messanlagen gibt es vornehmlich auf dem Land. Aber die Kreise gehen unterschiedlich damit um. Drei Messstellen gibt es etwa im Kreis Warendorf. Im Kreis Coesfeld stehen 20 Starenkästen – aber es gibt nur vier Kameras, die jeweils an unterschiedlichen Stellen blitzen.

Im Kreis Steinfurt gibt es sechs Kameras für 13 Messpunkte.

775.000 Euro kassierte der Kreis Borken im Jahr 2018, mehr als doppelt so viel waren es im Kreis Warendorf: gut 1,6 Millionen Euro.

Eine der bekanntesten Messstellen betreibt die Stadt Münster auf dem Überwurf von der A 43 auf die A 1 im Autobahnkreuz Münster-Süd. Dort blitzte es 2018 genau 3140 Mal – für etwa 76.000 Euro.

Die Stadt Rheine nahm mit ihren beiden Starenkästen 553.000 Euro ein.

►  Mobile Messung: Zusätzlich zu den Starenkästen sind mobile Messanlagen unterwegs – die dezentfarbenen Kombis. Jeweils drei Wagen sind es in Münster und den Kreisen Borken und Coesfeld, im Kreis Warendorf gar fünf.

Gut 702.000 Euro kamen so in den Kreisen Warendorf und Coesfeld zusammen, 375.000 Euro sind es im Kreis Borken.

Die Stadt Rheine setzt ebenfalls eine mobile Messanlage ein – 2018 kamen 184.500 Euro zusammen.

Die Statistik im Kreis Steinfurt unterscheidet nicht zwischen stationären und den mobilen Messungen der beiden Spezialfahrzeuge. Zusammen wurden 1,44 Millionen Euro fällig.

►  Falschparker: Um den so genannten „ruhenden Verkehr“ kümmern sich die Kommunen. Ein Riesenthema ist das in der Metropole Münster: Für 2018 meldet die Stadt 72.908 „festgestellte Verstöße“. Die Falschparker überwiesen mehr als 1,4 Millionen Euro.

Nur jeweils rund 8600 Knöllchen gab es hingegen in Dülmen (141.200 Euro) und Warendorf (123.926 Euro). 11.482 Verwarnungen meldet die Stadt Coesfeld (146.285 Euro), 14.500 waren es in Rheine (253.000 Euro).

Borken zählte im vergangenen Jahr 7558 Verwarnungen (108.872 Euro).

►  Abschleppen: In der Stadt Münster ist das Abschleppen von Falschparkern Tagesgeschäft: 1809 mal rückte 2018 ein Wagen an.

Alle anderen liegen deutlich dahinter: Immerhin noch 53 Einsätze gab es in Warendorf, acht in der Stadt Borken, jeweils fünf in Dülmen und Rheine.

In Coesfeld erinnern sie sich sehr genau. Antwort aus dem Rathaus: „2018 wurden von uns nur drei PKW abgeschleppt (alle im Rahmen des Sparkassen Münsterland Giro am 3.10.18)“.

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