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Weniger Kurse durch Corona

Feuerwehr-Institut schiebt Welle vor sich her

Münster

Wegen der Corona-Pandemie sind in den vergangenen Monaten weniger Feuerwehrleute in Führungspositionen ausgebildet worden als sonst. Das soll demnächst ausgeglichen werden. Dann hat das Institut der Feuerwehr NRW viel nachzuholen.

Von Stefan Werding

Ludger Hoster Foto: IdF

Durch die Corona-Krise hat die Personalentwicklung von Gruppen-, Zug- und Verbandsführern bei der Feuerwehr einen Knick bekommen. Ludger Hoster, Abteilungsleiter Katastrophenschutz und Technologie und ständiger Vertreter des Direktors des Instituts der Feuerwehr (IdF NRW) erklärte auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir schieben eine Welle vor uns her.“

Mehr Kurse nach der Pandemie

Allerdings: Niemand müsse sich Sorgen machen, dass die Feuerwehr deswegen länger braucht, um zu einem Einsatzort zu kommen. „Im Land sind genügend Führungskräfte vorhanden.“ Aufgabe werde es sein, nach der Pandemie durch mehr Kurse den früheren Stand zu erreichen. „Es gibt Feuerwehrleute, die sich auf ihre Ausbildung gefreut haben. Die waren natürlich enttäuscht“, sagt Hoster. „Sobald die Pandemie vorbei ist, wollen wir mehr Kurse anbieten, um die Welle abzubauen.“

Am IdF werden unter anderem angehende Gruppen-, Zug- und Verbandsführer aus ganz NRW ausgebildet. Für die Ausbildung zum Gruppenführer etwa sind die Bewerber insgesamt drei Wochen in Münster. Die sonst übliche Übernachtung auch in Doppelzimmern ist in Corona-Zeiten genauso unmöglich wie die gleichzeitige Versorgung im Speisesaal. Deswegen sind statt der sonst üblichen 300 Feuerwehrleute zurzeit nur 120 vor Ort.

Um wenigstens einen Teil des Betriebs aufrechterhalten zu können, habe das Institut zwischen „wichtigen Lehrgängen und Seminaren“ abgewogen. So seien vor allem Kurse durchgeführt worden, bei denen Feuerwehrleute für Aufgaben qualifiziert wurden, „für die sie bald gebraucht werden“. Teilnehmer von Fortbildungslehrgängen hätten dafür warten müssen. Bei der Ausbildung von Beamten sei das IdF an bestimmt Fristen gebunden gewesen. „Die durften wir nicht unterbrechen oder verlängern“, erklärt Hoster.

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