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Zukunft der Strecke Münster–Lünen

Finanzierung verlangt Kreativität

Münster

Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Münster–Lünen ist ein Dauerthema. Klappt es, klappt es nicht? Bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Münsterland am Montag gab es neue Signale.

Von Stefan Werding

Von Münster nach Lünen geht es noch immer eingleisig. Der zweigleisige Ausbau der Strecke ist schon lange im Gespräch. Foto: Wilfried Gerharz

In der unendlichen Geschichte um den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen setzt der Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Joachim Künzel, nicht länger auf die Unterstützung durch den Bund. Der würde es „rundherum ablehnen“, den Ausbau zu bezahlen, sagte Künzel am Montag während einer Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Münsterland in Münster (ZVM). „Der Bund wird Münster–Lünen nicht aus seinen originären Mitteln bezahlen“, meinte Künzel.

Deswegen setzt der Geschäftsführer des NWL auf einen Mix aus Landes- und Bundesmitteln. Eine hundertprozentige Finanzierung durch den Bund werde es nicht geben. „60 bis 75 Prozent“ der Kosten könnten mithilfe von Bundesprogrammen zum Ausbau des Nahverkehrs genutzt werden, den Rest könnten „Komplementärmittel beim Land“ decken. „Dann hat es eine Perspektive“, sagte Künzel über einen Ausbau der Bahnstrecke.

Der NWL ist nach eigenen Angaben dafür zuständig, mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) den Schienenpersonennahverkehr in NRW zu organisieren. Das NWL-Gebiet, in dem rund 5,6 Millionen Einwohner leben, reicht vom Kreis Steinfurt bis zum Märkischen Kreis und nach Siegen-Wittgenstein. Auf dem knapp 2000 Kilometer langen Streckennetz des NWL verkehren 58 Nahverkehrslinien.

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