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Bunte Freizeit-Tipps für das Münsterland

Den Herbst erkunden, erleben und aufbewahren

Münsterland

Die Herbstferien bringen nicht nur eine kurze Verschnaufpause, sondern auch die Gelegenheit, die Jahreszeit zu erkunden und Abenteuer drinnen und draußen zu erleben. Nur: Was tun? Eine Ideensammlung für Groß und Klein, egal bei welchem Herbstwetter. 

Von Anna Girke

Sommerferien, die bringen häufig gutes Wetter oder zumindest warme Temperaturen und viele Gelegenheiten, die freie Zeit draußen zu verbringen. Im Herbst sieht das anders aus. Nicht immer zeigt sich der Oktober von seiner goldenen Seite und häufig beschränken nass-kalte Temperaturen die Ferienplanung auf trockene Innenräume. Damit die Herbstferien aber auch in diesem Jahr vielleicht entspannt, vielleicht abenteuerlich, aber garantiert nicht langweilig werden, sind hier ein paar Freizeit-Tipps für Groß und Klein aus der Region.

Zu Fuß das Münsterland erleben

Mit etwas Glück (Sonne) oder der richtigen Kleidung (Regen) lässt sich die Natur auch im Herbst erkunden. Gerade zu dieser Zeit machen bunte Blätter, reife Eicheln oder Kastanien und wechselndes Wetter Wald und Wiesen zu besonderen Erlebnisorten. Und wie kann man die besser erkunden, als zu Fuß? 

Wanderrouten für Eltern mit Kindern: Das Münsterland erkunden

  • Abenteuer Venner Moor: Über Holzplanken, an Teichen vorbei und unter Birken und Buchen hindurch kann ein richtiges Moor erkundet werden. Verschiedene Routen bieten unterschiedlich lange Wanderungen.
  • Kurztrip ans "Meer": Sanddünen, blaues Wasser und idyllisches Heidekraut sind näher, als man denken könnte - das hat die Westruper Heide bei Haltern am See.  Zur Auswahl stehen die Bienen-Route, die Naturerlebnis-Route, die Heide-Wald-Route sowie die Dünen-Route.
  • Dörenther Klippen: Sandsteinfelsen und ein Ausblick über das Münsterland - die Dörenther Klippen beeindrucken Jung und Alt. Familiengerechte Wanderungen gibt es viele, aber bei Regen und Nässe muss aufgepasst werden: Die Klettersteine werden schnell rutschig.

Wanderrouten für Eltern mit Kindern: Den Teutoburger Wald entdecken

  • Hohlwegrunde Ottbergen: Die Schlingnatter „Natti“ führt  kleine und große Wanderer durch ihren Lebensraum, den Hohlweg von Ottbergen. Der 3 km lange Rundweg hat verschiedenen Stationen zum Spielen und die Anreise mit der Bahn ist gut möglich – der Weg beginnt am Bahnhof.
  • Hörmuseum Blankenrode: Ein Hörmuseum mitten im Wald, was ist das überhaupt? Der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge hat die Stadtwüstung Blankenrode akustisch wieder zum Leben erweckt. Entlang des Wanderweges A3 können die Besucher an zwölf Hörstationen in das tiefste Mittelalter eintauchen – und zwar in das Jahr 1393 als die Stadt Blankenrode aufgegeben wurde und fiel.
  • GPS-Pfad Streuobst (Marienmünster): Eine Wanderung rund um das Thema Streuobstwiese. Kleine Quizzes und Aktionen zum Thema informieren auf dem 2,7 Kilometer langen Rundweg über Obstbäume und der Herbst kleidet diese in ihr schönstes Kleid. 
  • GPS-Pfad Renaturierung Altenau (Lichtenau): Auch dieser Pfad wartet mit Infotafeln und Frage-Stationen auf. Von einem schlimmen Hochwasser bis hin zur Renaturierung für Tiere und Pflanzen dreht sich auf dem 3 Kilometer langen Rundweg alles um das Wasser.

Bei schlechtem Wetter ins Trockene

Wenn der Herbst den Draußen-Plänen einen Strich durch die Rechnung macht, hilft auch eine Flucht nach Drinnen. Museen in der Region bieten verschiedene, teils kostenfreie, Ausstellungen für Kinder, bei denen jeder Regentag nicht langweilig wird.

Museen, Ausstellungen und Veranstaltungen im Münsterland

  • Shows im Planetarium Münster: Raumfahrtmission, fremde Welten und strahlende Sterne  - unter der runden Kuppel des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde kann man durch das Universum reisen, ohne seinen Sitzplatz verlassen zu müssen. 
  • Torhaus- und Schulmuseum Ahaus: Direkt am Barockschloss Ahaus liegt eine Schule, die wie aus der Zeit gefallen scheint. Das kleine Museum bietet kostenlos Einblick in das Lernen vergangener Zeit, das Schloss samt nahem Spielplatz weitere Entdeckungspunkte.
  • Kindermuseum "Klipp Klapp": Die historische Wassermühle im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde beheimatet seit 2001 das Kindermuseum. An Wochenenden geöffnet, kann in einer gläsernen Küche und in einer Wasserwelt in das Müller-Leben geschnuppert werden. 
  • Freilichtmuseum Mühlenhof: Bauwerke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert zum Wohnen und Handwerken sowie eine imposante Windmühle machen eine Zeitreise in das ländliche Münsterland möglich. Weil die Gebäude draußen sind, ist wetterfeste Kleidung wichtig. 
  • LWL-Römermuseum: Schultert Lanzen, Speere und schnürt die Sandalen: Die Römer rufen. Alte und neue Funde aus nahen Römerlagern und eine 156 Meter lange Holz-Erde-Mauer macht die Zeit des Limes in Haltern am See wieder lebendig. 
  • Kulturrucksack: Handlettering, Comic- und Halloweenzeichnen sind nur einige der Aktionen, die die Stadtbücherei Münster für Kinder im Oktober anbietet. Auch in den Stadtteilbüchereien gibt es Theaterauftritte, Lesungen und andere Aktionen für Kleine und Größere. Die Internetseiten der Bibliotheken stellen weitere Informationen zu den teils kostenfreien Veranstaltungen bereit.
  • Malküche: Vier Tage lang mit Ton und Gips werkeln und Figuren, Tiere oder kleine Skulpturen zum Leben erwecken, das ist in der Malküche möglich. In der ersten Ferienwoche können Kinder dort kreativ werden, der Workshop kostet 85 Euro. 
  • Hallenbad: Wenn es draußen zu kalt und die Badewanne oder Dusche zu klein ist, können sich Wasserratten in den Hallenbädern Münsters austoben. Allerdings mit Einschränkungen, denn nicht alle Bäder sind im Oktober geöffnet. 
  • MuKuKu-Klub: Das LWL-Museum für Kunst und Kultur bietet jedes Wochenende im Oktober verschiedene Aktionen für Vier- bis Zehnjährige an. Es geht zum Beispiel um Fotografie, Geheimsprachen und Musik,  die Teilnahme kostet je 7 Euro.
  • Über weitere Veranstaltungen in Münster informieren unsere Zeitung und der Veranstaltungskalender der Stadt. 
Tiere aus Kastanien lassen sich im Herbst wunderbar basteln. Foto: picture alliance / dpa | Ralf Hirschberger

Unterhaltung für zu Hause

Es muss aber nicht immer irgendwohin gehen. Ferien sind immerhin auch Erholungszeit, für Eltern wie für Kinder. Aber mit ein bisschen Kreativität kann auch das eigene Heim zur herbstlichen Bastelstube oder zum Kürbis-Kochstudio werden.

Ein paar Ideen zur Inspiration

  • Kastanien-Wesen: Ein paar Zahnstocher, Kleber und ein bisschen Fantasie - damit können kleine Krabbeltiere und große Riesen aus Kastanien gebastelt werden. Große Eicheln funktionieren auch gut (und die kommen sogar mit Hut). Jetzt muss nur noch gesammelt werden...
  • Papierdrachen: Das ist ein etwas größeres Projekt, was in den Herbstferien in Angriff genommen werden kann. Aus Holzstäben, Drachenschnur und Papier lässt sich ein Drache bauen, der im Herbstwind fliegt - und das ganz selbstgemacht. 
  • Bunte Blätter pressen: Wenn die Bäume bunt werden, bieten die gefallenen, bunten Blätter eine kreative Bastelvorlage. In Büchern gepresst oder aufgeklebt konservieren sie die Herbst-Farben, mit kleinen aufgeklebten Augen und Armen werden sie zum Leben erweckt. 
  • Kürbisse schnitzen: Der Halloween-Klassiker schlechthin. Gruselig oder doch lieber lustig? Alle Kürbisgesichter sind schön, die man einfach und mit etwas Hilfe aus der runden Frucht fertigen kann. Und der (nicht unerhebliche) Bonus: Leckerer Kürbis zum Essen. 
  • Kartoffeldruck: Auch die Knolle kann nicht nur gegessen, sondern auch kreativ verarbeitet werden. Das Rezept: Messer, Farben, Stoff und Kartoffeln. Das Ergebnis: ganz viel Spaß.
Ein geschnitzter Halloween-Kürbiss leuchtet. Foto: dpa

Video in Kooperation mit der WDR Lokalzeit Münster: