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„Linda and the Punch“ aus Münster präsentieren ihr Album „Obsession“

Frisch, frech, rockig – Linda!

Münster

In Großbritannien läuft ihre Platte im Radio. „In Deutschland ist es sehr schwer, in die Playlisten reinzukommen“, sagt Linda Suárez. Die 22-jährige Münsteranerin mit deutschem und spanischen Pass hat sich einen Traum erfüllt. Mit ihrer Band „Linda and the Punch“ hat sie ihr erstes Album auf den Markt gebracht und will nun die Rockszene erobern.

Uwe Renners

Ihre Songs haben unter anderem internationale Komponisten wie Jaff Franzel (Tylor Dayne, NSync) und Steve McEwan (Robbie Williams) geschrieben. Produziert wurde das Debütalbum „Obsession“ von Michael Voss (Michael Schenker, Mad Max). Eingängige Refrains, starke Riffs, eine unerschütterliche Rhythmus-Sektion, verpackt in zeitgemäßen Sound: Für die Münsteranerin könnte die Platte ein Sprungbrett zu mehr werden. Die 22-Jährige singt, seitdem sie 13 Jahre alt ist.

An ihre Anfänge erinnert sie sich mit einem Schmunzeln: „Britney Spears und Whitney Houston mussten daran glauben“, erzählt sie. Ihre Eltern hat sie so lange genervt, bis sie bei Simon Dye und Nikola Materne in Münster Gesangsunterricht bekam. „Ich wollte auch erst Musik studieren, das war mir aber zu unsicher“, sagt die 22-Jährige, die Deutsch und Spanisch auf Lehramt studiert und bis vor ein paar Wochen noch in Spanien ihr Auslandssemester absolviert hat und nun ihren Bachelor macht.

Jugend musiziert, Schülerband im Ratsgymnasium, wo sie auch ihr Abitur gemacht hat, und zahlreiche Jobs als Backgroundsängerin im Studio: Für ihr Alter hat die Frau mit der kräftigen Rockstimme schon reichlich musikalische Erfahrungen gesammelt. Bei einem großen Showprojekt sang sie im Dorf Münsterland in Legden vor mehreren Tausend Zuschauern. „Das war eine coole Erfahrung“, sagt sie, und dass der Wunsch nach einer eigenen Platte immer weiter wuchs.

Linda Suárez

Durch Kontakte zu Michael Voss, der ein Studio in Greven betreibt und in der Szene kein Unbekannter ist, nahm die Sängerin das Projekt „Eigenes Album“ in Angriff. „Es hat zwei Jahre gedauert, bis es fertig war. Es sollte in die Rockrichtung gehen, hat aber auch viele Lieder mit Soul-Sequenzen“, erzählt sie, und dass es ihr wichtig ist, „mich immer wieder neu zu erfinden“.

Auf ihrem Album geht es durch und durch rockig zu. Lieder wie „Cold cold world“, „Welcome to London“ und „Bite“ zeigen das Potenzial der Band. Suárez: „Es soll auch nicht bei der CD bleiben; wir wollen und werden das live spielen.“ Die Power der 22-Jährigen und ihrer Band sollte sich auch im Namen widerspiegeln. „Der Punch als Faustschlag. Aber nicht gewalttätig, sondern als Zeichen dafür, dass es bei uns abgeht.“

Linda Suárez

Und in der Tat: Langweilig geht anders, wenn man ihre Platte hört. Die Briten sind von der frischen, frechen und rockigen Stimme begeistert. Das Lied „What a shame“ läuft im Radio. „Und wir haben Anfragen von brasilianischen Sendern bekommen“, freut sie sich.

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