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Automaten und Sportwetten

Gewagt, gehofft, verzockt - zwei Glücksspielsüchtige berichten

Münsterland

Allein in Münster haben Spieler im Jahr 2019 rund 11,9 Millionen Euro in Glücksspielautomaten verloren. In Rheine waren es 5,5 Millionen Euro, in Steinfurt 2,8 Millionen. Und es gibt noch mehr Wege, sein Geld per Glücksspiel zu verzocken. Wie gerät man da rein und wie kommt man wieder raus? Zwei Glücksspielsüchtige berichten.

Gunnar A. Pier

Daddeln in fensterlosen Spielotheken: Rund 180 000 Menschen gelten als spielsüchtig. Foto: dpa

Es begann ganz beiläufig. Ein Freund nahm ihn mit, bisschen zocken, abschalten, mal 30 Euro auf den Kopp hauen, nichts Großes. Doch es dauerte nicht lang, da ging Tom auch alleine in die Spielothek, die Einsätze stiegen, er machte Schulden, er brauchte mehr. Mehr Geld für mehr Einsatz, dann mehr Glück. Das kam nicht. Inkasso-Firmen klingelten, Job weg, Freundin weg. Gegen die Depressionen hilft vermeintlich: zocken. Das macht aber in Wirklichkeit alles noch schlimmer. Am Ende half nur eine Einsicht: Tom (Name von der Redaktion geändert) ist spielsüchtig. Er hat die Kon­trolle verloren. Er braucht Hilfe.

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