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Marihuana-Bande vor Gericht

Staatsanwaltschaft spricht von „schwunghaftem Handel“

Münsterland

Es ist ein spektakulärer Fall: Fünf Männer sollen einen „schwunghaften Handel“ mit Marihuana betrieben haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von 68 Kilogramm, die sie verkauft haben sollen. Aber das Quintett flog auf – Montag begann der Prozess.

Von Eva-Maria Landmesser

Mit Marihuana verdiente die Bande ihr Geld. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein kurzer Termin mit viel Lesestoff erwartete fünf Männer aus Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten, Münster und Bochum beim Prozessauftakt vor der 22. Großen Strafkammer am Landgericht Münster. Den Angeklagten im Alter von 26 bis 31 Jahren wird vorgeworfen, von Anfang Oktober 2021 bis Anfang Februar 2022 als „Bande“ einen „schwunghaften Handel“ mit Marihuana betrieben zu haben, wie es in der Anklageschrift heißt.

Der 31-jährige Münsteraner sowie der 27-jährige Bochumer sollen die Männer aus Rheine, Ibbenbüren und Emsdetten in mehreren Fällen mit Marihuana-Mengen zwischen einem und 15 Kilo beliefert haben. Die drei Letztgenannten sollen eine Halle in Emsdetten und eine Gartenlaube in Rheine angemietet haben, um die angelieferten Mengen für den Weiterverkauf zu lagern und zu positionieren.

68 Kilogramm Marihuana

Die Ermittlungsbehörden schätzen, dass die fünf Angeklagten gemeinsam etwa 68 Kilogramm Marihuana verkauft haben, wobei die Anteile der Männer variieren. Ein Kilogramm Marihuana wird dem Ermittlungsergebnis zufolge für etwa 5000 Euro verkauft. Von dem Erlös soll der Bochumer mit 160 000 Euro am meisten und der Ibbenbürener mit 22 000 Euro am wenigsten erlangt haben.

Anklageschrift

Nachdem am ersten Prozesstag die Personalien der Angeklagten aufgenommen und die Anklageschrift verlesen wurde, benannte der Vorsitzende Richter noch unzählige Protokolle über die Innenraumüberwachung der Kurier-Fahrzeuge, die Hausdurchsuchungen, die Test- und Wiegeberichte der sichergestellten Betäubungsmittel sowie über die polizeilichen Vernehmungen. Für diese gab er den Prozessbeteiligten das Selbstleseverfahren auf.

Am 15. August wird das Verfahren fortgesetzt. Alle fünf Angeklagten signalisierten Aussagebereitschaft.

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