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Auf Menschen übertragbar

Hasenpest in Ahaus nachgewiesen

Ahaus

Vorsicht vor toten Hasen und Wildkaninchen: Bei einem verendeten Feldhasen im Westmünsterland wurde die Hasenpest festgestellt. Der Kreis Borken weist darauf hin, dass die Krankheit, die auch auf Menschen übertragen werden kann, meldepflichtig ist.

WN

Bleibt bei Feldhasen oder Wildkaninchen der Fluchtreflex aus, könnten sie an Tularämie leiden. Diese Tiere sollte man nicht anfassen. Foto: dpa

In Ahaus ist ein Fall von Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen worden. Darauf weist der Kreis Borken in einer Pressemitteilung hin. Die Erkrankung trete überwiegend bei wildlebenden Hasen und Wildkaninchen auf. Auffälligste Krankheitsanzeichen sind Schwäche, Mattigkeit, Abmagerung und verändertes Verhalten wie etwa das Ausbleiben des Fluchtreflexes.

Die Hasenpest ist eine Infektionskrankheit, die auch auf Menschen übertragen werden kann. Daher sollte jeglicher Kontakt mit einem verendeten Feldhasen oder Wildkaninchen vermieden werden. Die akute Tularämie kann beim Menschen nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts folgende Symptome verursachen: Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen, Atemnot und septisches Krankheitsbild.

Jeder Fall dieser Infektionskrankheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ist meldepflichtig. Die Krankheit tritt bei Menschen nur sehr vereinzelt auf. Im Jahr 2019 wurden dem Robert-Koch-Institut 72 Erkrankungen an Tularämie übermittelt.

Ansprechpartner im Kreis Borken

Wenn Bürgerinnen und Bürger verendete Feldhasen auffinden, sollte umgehend – gegebenenfalls über die Untere Jagdbehörde des Kreises Borken (Ansprechpartner Norbert Kortstegge, Tel. 02861/681-3010) – der zuständige Revierinhaber verständigt werden. Dieser kann dann eine Untersuchung über das Veterinäramt des Kreises Borken veranlassen.

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