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Carsharing in der Gemeinde Nottuln

Im September soll es losgehen

Nottuln

Was in Appelhülsen funktioniert, kann auch in den anderen Ortsteilen der Gemeinde Nottuln klappen: das Carsharing. Jetzt trafen sich Interessierte und Fachleute im Internet zu einer Zoom-Konferenz. Wie es aussieht, könnte es Carsharing ab September auch in Nottuln geben.

Von Iris Bergmann

Die Station „Frenki“ in Appelhülsen in Sichtweite des Schulze-Frenkings-Hofs und direkt neben einer Ladesäule für Elektroautos wurde vor sechs Jahren eröffnet und wird gut genutzt. Foto: Johannes Oetz

„Das Stadtteilauto in Appelhülsen ist ein echter Erfolg“, berichtete Jörg Köchling zur Einführung dieses Angebots im Jahr 2015 im Nottulner Ortsteil. In Nottuln und eventuell auch in Schapdetten und Darup soll es in Zukunft ebenfalls gut ankommen. Das hoffen zumindest Sandra Johann und Tomke Weymann. Und das ist kein Wunschdenken der beiden Nottulnerinnen, die sich für das Carsharing einsetzen.

Rebecca Bracht von der Firma Carsharing Münster teilte am Mittwochabend bei einer Zusammenkunft per Videokonferenz mit, dass das Stadtteilauto in Nottuln voraussichtlich schon im September an den Start gehen kann.

Die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, Petra Bunzel, hatte zur virtuellen Zusammenkunft eingeladen. Aufgrund einer Störung im gesamten Münsterland kam es indes zu Internetproblemen, wodurch viele Interessierte nicht teilnehmen konnten. Dennoch: Tomke Weymann und Sandra Johann wussten aus einigen Gesprächen, dass zahlreiche Bürger beabsichtigen, das Angebot zu nutzen.

Das überzeugte Rebecca Bracht von der Carsharing-Firma, die bereits 2015 die Station „Frenki“ in Appelhülsen mit einem Auto ausgestattet hat.

Dass die Nutzung eines Stadtteilautos durchaus lohnenswert sein kann, legte Rebecca Bracht anhand konkreter Zahlen dar. „Es ist nicht nur ökologisch besser, sondern auch finanziell“, wusste sie. „Wer weniger als 12 000 Kilometer im Jahr fährt, für den ist ein Stadtteilauto preisgünstiger.“ Es gebe feste Anlaufstellen, das Fahrzeug könne planbar im Voraus gebucht werden. Und für die Nutzer entstünden keinerlei Wartungskosten.

Die Nutzungskosten setzen sich zusammen aus einer Pauschale sowie Fahrtkosten pro Kilometer. Ebenso habe man durch die sogenannte Quernutzung zum Beispiel die Möglichkeit, jederzeit in anderen Städten Stadtteilautos zu buchen, sodass die Nutzer und Nutzerinnen immer mobil sein können, wenn sie mal verreisen, erläuterte Rebecca Bracht.

In Nottuln also wird ab September ein Stadtteilauto zur Verfügung stehen. Wo der Standort sein wird, habe die Verwaltung noch nicht entschieden, sagte Petra Bunzel. Angedacht sei unter anderem der Platz an der Polizeistation, da dort auch eine E-Ladesäule sei, falls es ein Modell mit Elektromotor geben werde. „Wir haben heute einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, schloss Petra Bunzel die Konferenz.

Wer Interesse an der Nutzung des Stadtteilautos hat, kann sich an Sandra Johann, E-Mail: s.johann@posteo.de, wenden.

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