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Alltagshelden in Corona-Zeiten

Intensivpfleger: „Wir halten auch mal nur die Hand“

Warendorf

Seit Corona häufen sich die Tage, an denen Tobias Reiker nach der Arbeit fertig ist. Der 30-Jährige arbeitet im Josephs-Hospital in Warendorf als Intensivpfleger. Ein Beruf, den er aber trotz der gestiegenen Arbeitsbelastung immer noch gerne macht.

Jonas Wiening

Tobias Reiker ist Intensivpfleger im Josephs-Hospital in Warendorf. Der 30-Jährige berichtet über seine Arbeit in Corona-Zeiten. Foto: Jonas Wiening

Seit Beginn der Corona-Pandemie musste Tobias Reiker viele Covid-Patienten betreuen. „Manchmal halten wir nur die Hand des Patienten“, sagt er. „Wir haben hier auf der Intensiv-Station natürlich die schwer kranken Patienten. Viele haben Probleme mit dem Atmen, das schürt bei ihnen die Ur-Angst keine Luft zu bekommen.“ Einfach für den Patienten da sein und versuchen, ihm die Angst zu nehmen – das spielt eine große Rolle. Er werde zu einer Art Seelsorger, sagt Reiker und fügt an: „Zwar versuche ich immer, eine gewisse Distanz zu den Patienten zu wahren, trotzdem baue ich natürlich eine Bindung zu ihnen auf.“ Wenn dann Patienten sterben, die teilweise sogar wochenlang auf der Station lagen, belaste ihn das sehr.

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