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Festival im Interkulturellen Garten

„It‘s a small world“

Drensteinfurt

Im interkulturellen Garten des DAF machte das „Small World Festival“ mit Musik aus verschiedenen Ländern halt.

Von Pia Sofie Bartmannund

Auf der „Bonsai Bühne“ spielten Foto: Pia Sofie Bartmann

Integration, Toleranz, Gemeinschaft: Dafür steht der Deutsch-Ausländische Freundeskreis Drensteinfurt, kurz: DAF. Am Freitagabend fand im Rahmen der „Wald & Wiesen Konzerte“ von Veranstalter Sebastian Netta das gemeinsame „Small World Festival“ auf der Wiese am interkulturellen Garten statt.

Blauer Himmel und sommerliche Temperaturen lockten knapp 50 Zuschauer zum „Small World Festival“ hinter der Dreingau-Halle. Auf und vor der selbstgebauten „Bonsai Bühne“ von Sebastian Netta trafen viele verschiedene Nationalitäten aufeinander und verbrachten einen gemeinsamen Abend beim Picknick, mit Musik verschiedener Länder. „Ich wurde in Coesfeld gefragt, was mir einfallen würde, um Menschen zusammen zu bringen, und da sagte ich direkt: Musik!“, so Netta zu Beginn des Konzertes. Innerhalb von vier Tagen habe er, gemeinsam mit seinen Kollegen, nun eine bunte Setliste zusammen gestellt.

Mit von der Partie waren neben Sebastian Netta aus Deutschland, Mola Sylla aus dem Senegal, Kristina Kovalyova aus der Ukraine, Anton Jakimenko aus Usbekistan und Mike Del Ferro und Theo De Jong aus den Niederlanden.

Der Wille und die Idee, gemeinsam Musik zu machen, seien sofort da gewesen, sagte Netta: „Wir versuchen, euch heute eine Geschichte zu erzählen, und hoffen, dass die Liebe überspringt.“ Oft sei es gar nicht nötig, dass Worte verstanden würden, durch die Musik fühle man sich miteinander verbunden.

Gerade diese Verbundenheit ist es, die der DAF fördern und so die Menschen einander näherbringen will.

Der Deutsch-Ausländische Freundeskreis wurde 1988 gegründet und gilt seit 1992 als gemeinnütziger Verein. Rund 36 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebenssituation der etwa 350 Flüchtlinge aus 30 Ländern, die in der Region Zuflucht gefunden haben.

Mit vielen Angeboten wie der Fahrradreparatur und Vermittlung, der Pflege des „Interkulturellen Gartens“, dem Besuch des internationalen Cafés und gemeinsamen Musikveranstaltungen soll das Zusammenleben gefördert und die Toleranz der Bürger gestärkt werden.

Der DAF hilft bei der Unterbringung der Flüchtlinge und bei wichtigen Amtsangelegenheiten, die viele von ihnen anfangs nicht alleine bewältigen können. Alle Einnahmen des Vereins kommen dabei restlos den Geflüchteten zugute, so auch die Spenden, die während der Konzerte zusammen kommen.

Die eigentümlichen Klänge, ein bunter Mix aus den Heimatländern der einzelnen Musiker, kamen beim Publikum gut an. Viele wippten im Takt mit, einige bewegten sich mit geschlossenen Augen zum Fluss der Musik.

Auch den anwesenden Kindern schien es zu gefallen, gebannt standen einige von ihnen mit großen Augen vor der Bühne, andere tobten ausgelassen umher.

Senegalesischer und ukrainischer Gesang wechselten sich ab. Neben kraftvollen und starken Melodien durften auch ruhige, nachdenklich anmutende Töne nicht fehlen, bei denen das Publikum gebannt zuhörte, trotz der unbekannten Sprache.

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