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Neue Veranstaltungsstätte erweist sich als tauglich für Großveranstaltungen

Anastacia rockt die Stadthalle

Ahaus

Ihre Sympathien für Ahaus brachte sie gleich herüber in Anlehnung an den alten Madness-Hit „Our house“ – was sich gesungen anhört wie „A-haus“ – und versprach ein zweistündiges Hit-Feuerwerk. Sie hielt Wort: Anastacia rockte die Stadthalle – und das gleich an zwei Abenden am Montag und Dienstag vor ausverkauftem Haus.

Manfred Elfering

Ein Herz für ein friedliches Miteinander und gegen Gewalt und Terrorismus zeigte Anastacia. Foto: Sascha Keirat

„Die ersten drei Stücke waren zum Aufwärmen“, kündigte der Weltstar aus Chicago an. Das kam gut an: Bereits beim Opener ersetzten schnell klatschende Hände die hochgehaltenen Handys und bei „Sick an tired“ ging zum ersten Mal richtig die Post ab.

Angeheizt hatte die Stimmung Beebee Foster – Ex-Background-Sängerin und gute Freundin von Anastacia, die jetzt eine Solokarriere anstrebt. Sie wurde mit ihrer Band bereits im Vorprogramm gefeiert und zeigte sich auch anschließend publikumsnah: Fotos mit den Fans im Foyer der Stadthalle waren kein Problem.

Und dann Anastacia: Nach dem beeindruckenden Intro mit martialischen Trommlerinnen legte sie mit „Paid my Dues“ weiter los und reihte Hit an Hit bis zu der etwas ruhigeren Unplugged-Strecke.

Diese nutzte sie auch für ein politisches Statement gegen Gewalt und Terrorismus („Go away! Go away!) und dankte ihren treuen deutschen Fans. Passend dazu dann das gefeierte „You will never be alone“ (Hold on) vom Mega-Erfolgs-Album „Freak of Nature“ (2001).

Die bestens eingespielte Begleitband, unterstützt von temperamentvollen Sängerinnen und Tänzerinnen, hinterließ einen hervorragenden Eindruck. Spektakuläre Soloeinlagen des Bassisten und des Schlagzeugers wurden von den Fans frenetisch gefeiert, eine ausgefeilte Lichttechnik ergänzte die rasante Bühnenshow.

Ein funkiges Medley eröffnete eine Reise durch mehrere Jahrzehnte der Pop-Geschichte – von „Pull up to the Bumper“ (Grace Jones) bis „Happy“ (Pharell Williams). Als sich Anastacia dann noch als Heavy-Metal-Fan outete, kochte die Stadthalle vollends. „I’m outta love“ (Set me free), ihr letztes Stück im Hauptteil, hinterließ eine begeistert klatschende Menge – der folgende Zugabenteil war dann Party pur.

Der Eperaner Robert Meyer, Event-Organisator und Pächter der Stadthalle, ist es tatsächlich gelungen, eine echte „Hausnummer“ nach Ahaus zu holen und damit Maßstäbe zu setzen. Auch die Stadthalle selbst hat sich dabei als „Großereignis-tauglich“ erwiesen.

Von dem zunächst etwas dünnen Sound bei dem Auftritt von Beebee Foster war bei Anastacia nichts mehr zu spüren. Da passte so ziemlich alles – auch das Catering.

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