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Schüler auf Berufserkundung

Fabrikarbeit damals und heute

Ahaus-Alstätte

Im Rahmen der Initiative „Zukunft fördern“, an der die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule in Alstätte teilnimmt, waren am vergangenen Mittwoch vier Klassen unterwegs.

wn

Die beiden achten Klassen besuchten das Textilmuseum in Bocholt. Eingeteilt in drei Gruppen, erkundeten sie die Lebens- und Arbeitswelt der Textilarbeiter im frühen 20. Jahrhundert. Die Themen lauteten: „Wilhelms Arbeitstag“ und „Kesselexplosion“. Jede der drei Gruppen wurde wieder in Kleingruppen aufgeteilt und mit Arbeitsaufgaben versehen.

Die Ergebnisse wurden dann von den Schülern vorgestellt. Wichtig waren die Gegenüberstellung von damaliger und heutiger Arbeits- und Lebenswelt sowie der damals fehlende Arbeitsschutz. Die Schüler erfuhren außerdem, dass Jugendliche kaum die Möglichkeit der Berufswahl hatten, da es außerhalb der Fa­brik nur wenige Arbeitsmöglichkeiten gab, und die Familie, auch die alten Leute, nur dann die Möglichkeit hatten, in den betriebseigenen Häusern wohnen zu bleiben, wenn auch Familienmitglieder in der Fabrik arbeiteten. An die Gruppenarbeit schloss sich eine Führung durch den Websaal an, wobei sicherlich der Lärm, den acht gleichzeitig laufende Webstühle verursachten, den größten Eindruck hinterließ.

Gleichzeitig waren die Klassen 9a und 9b im Opel-Werk 1 in Bochum.

Zu Beginn wurde den Schülern in einer Videodokumentation das Werk vorgestellt und die einzelnen Produktionsschritte wurden durch Bildmaterial erläutert. Danach erhielten die Schüler einen Kopfhörer, durch den sie die Führung durch das Werk bestens verfolgen konnten. In zwei Gruppen wurde man durch das Werk geleitet und konnte so die Herstellung der Autos von der Anlieferung des Materials bis zur Endmontage bestens verfolgen. So wurde den Schülern die Arbeitswelt in einem modernen Industriebetrieb mit drei Schichten unter Einsatz von Robotern und modernster Technik vor Augen geführt.

„Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ ist eine Initiative zur Unterstützung der Berufs- und Studienorientierung aller allgemein bildenden weiterführenden Schulen Nordrhein-Westfalens. Finanziert wird die Initiative durch die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und das nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds.

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