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Grüne wollen rein vegetarisches/veganes Catering bei städtischen Veranstaltungen

Häppchen ohne Fleischeinlage

Ahaus

Die Stadt Ahaus soll bei eigenen Veranstaltungen keine Fleischprodukte beim Catering mehr anbieten. Das beantragen die Grünen. Der Stadtrat diskutiert am heutigen Dienstag um 19 Uhr in der Stadthalle über den Antrag.

Rupert Joemann

Die Stadt Ahaus soll künftig bei eigenen Veranstaltungen kein Fleisch mehr beim Catering anbieten. Über einen entsprechenden Antrag der Grünen diskutiert heute Abend der Stadtrat. Foto: dpa

Christopher Eing und Gisa Müller-Butzkamm von der Grünen Jugend Ahaus, die den Antrag begründen, wollen, dass die Stadt bei zukünftigen städtischen Veranstaltungen ein saisonal und regional rein vegetarisches/veganes Catering anbietet. „Je nach regionalen Verfügbarkeiten sollen außerdem mindestens 25 Prozent der Zutaten nach Biostandard – EG -Öko-Verordnung – produziert werden“, so die jungen Grünen.

Fleischkonsum schade der Umwelt weit mehr als der Konsum pflanzlicher Produkte. „Das liegt unter anderem an der sehr geringen Energieeffizienz von Fleisch. Wir bauen Nahrungsmittel an, um sie an Tiere zu verfüttern, welche ausschließlich zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.“

70 Prozent der direkten Treibhausgas-Emissionen der Ernährung seien auf tierische Produkte zurückzuführen. Dabei deckten tierische Produkte lediglich 17 Prozent des Kalorienbedarfs von Menschen. Dafür seien aber 77 Prozent des globalen Agrarlandes notwendig.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Die tierischen Erzeugnisse begünstigten nach Auffassung der Grünen Jugend das Nutzen von Düngern sowie Pestiziden und förderten Monokulturen.

Dadurch verringerte sich die Biodiversität und das im Boden gespeicherte CO könnte freigesetzt werden. „Dazu kommt, dass Wiederkäuer Methangas ausstoßen, welches einen stärkeren Treibhausgaseffekt aufweist als CO.“

Der Fleischverzehr der Deutschen lag nach Angaben der Grünen Jugend 2018 bei 60,2 Kilogramm. Die Weltgesundheitsorganisation und die Verbraucherzentralen würden 15 bis 31 Kilo als gesundheitlich unbedenklich empfehlen.

Aus Sicht der Grünen Jugend sollte die Fairtrade Stadt Ahaus sowohl durch Aufklärungskampagnen als auch ein rein vegetarisch/veganes Catering mit gutem Beispiel vorangehen, „die saisonal in unserer Region angebauten pflanzlichen Produkte verarbeiten lassen und der Bevölkerung zeigen, wie lecker Speisen ohne Fleisch sind“.

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