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Anne-Frank-Realschule ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Innere Haltung zählt

Ahaus

Rund 120 geladene Gäste feierten an der Anne-Frank-Realschule jetzt die Titelverleihung und Überreichung der Urkunde „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Auszeichnung steht für einen gemeinsamen Geist und die damit verbundene innere Haltung gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Ungerechtigkeit und Diskriminierung.

Bärbel Fleer und Ansgar Voß (3.+4.v.r.) nahmen die Urkunde und das Schild gemeinsam mit Vertretern der Schülerschaft entgegen. Foto: Stadt Ahaus

Fortan wird die Schulgemeinschaft die Selbstverpflichtung, die mit der Ernennung verbunden ist, aktiv leben und in den Schulalltag integrieren.

Das zu Beginn der Feier präsentierte Stück der Theater-AG brachte genau dieses Gemeinschaftsgefühl und das Anderssein auf den Punkt. Dem „Anderssein“ schloss sich auch Schulleiterin Bärbel Fleer in ihren Begrüßungsworten an.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von der Klasse 6a und dem Musikensemble aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Birgit Woltering und Dr. Annegret Heemann, die für einen stimmungsvollen Auftakt und Abschluss dieser besonderen Feier sorgten.

Die Schirmherrschaft für diese bedeutende Auszeichnung übernimmt der Ahauser Ehrenbürger Alhassane Baldé. Als Botschafter für die Anne-Frank-Realschule bekräftigte Baldé, der die Feier nur online begleiten konnte, dass es eine große Ehre für ihn sei, diese Aufgabe zu übernehmen. In seiner Ansprache betonte der Rennrollstuhlsportler, dass er diese Blicke der Anderen kenne. „Anderssein sollte normal sein“, so der Wunsch Baldés. Man solle offen kommunizieren und sich mit Mut in die Gesellschaft einbringen, um diesen Wunsch zu realisieren.

Anna Dresemann und Kim Niehues, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus an der AFR“, machten deutlich, wie wichtig die Aufnahme in das Netzwerk auch für die Schülerschaft sei. Die Schule lebe durch die Schülerschaft und ihr Engagement, denn das zeichne echtes Schulleben aus. Schuldezernent Stephan Krems war sich sicher: „Der Titel bleibt hier kein Türschild, sondern ein Versprechen, das ihr im Umgang miteinander leben werdet.“

Der Höhepunkt der Feierstunde folgte, als Norbert Lüttmann vom kommunalen Integrationszentrum des Kreises die Urkunde übergab. In seiner Laudatio forderte er dazu auf, hinzusehen, Haltung zu zeigen und Stellung zu beziehen. Mit den Worten „Wie herrlich es ist, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt zu verbessern.“ von Anne Frank endete die Feierstunde.

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