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Gebietsweise schon über 1000

Inzidenzwerte steigen in der Grenzregion dramatisch

Gronau

Der Blick auf die Infektionslage hinter der niederländischen Grenze ist erschreckend. Das Corona-Virus verbreitet sich in manchen Gemeinden der Regio Twente extrem rasant.

Bernd Schäfer

Obwohl die Regeln und Gesetze auf beiden Seiten der Grenze ähnlich sind, steigen die Zahlen in den Niederlanden derzeit deutlich stärker als in Deutschland Foto: Matthias Ahlke

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert, also die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infizierten Menschen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, steigt im Kreis Borken täglich, am Montag lag er bei 185,8.

In der benachbarten Region Twente explodiert die Zahl der Infektionen allerdings geradezu: In der Regio Twente lag der am Montag bei 673.

Inzidenz von 1000 überschritten

Noch bedrohlicher wirken die Zahlen in einigen Orten der Grenzregion: In Haaksbergen etwa liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert bei 925,5, also knapp fünfmal so hoch. Ähnlich hoch ist die Zahl in Rijssen/Holten (919). In den Gemeinden Wierden und Twenterand haben sie bereits die 1000er-Marke überschritten. Lediglich in Enschede ist der Inzidenzwert mit 444 vergleichsweise gering, während er im unmittelbar benachbarten Losser bei 806 liegt.

Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnern in der Region Twente Foto: Lisa Stetzkamp (Grafik)

Grenze soll offen bleiben

Auswirkungen auf den Grenzverkehr wird der riesige Unterschied in der Verbreitung des Coronavirus vorerst dennoch wohl nicht haben. „Die Problematik ist bekannt und wurde vom Kreis auch bereits an die entsprechenden Stellen weitergegeben“, heißt es aus dem Borkener Kreishaus. „Die Frage der Grenzschließung ist Entscheidung der Staaten, also der Bundesrepublik Deutschland, nicht des Kreises Borken.“

Und da sei die Priorität derzeit, dass die Grenzen offen bleiben sollen – auch weil die Schutzregeln fast identisch sind.

Insofern bleibt nach wie vor nur der Appell von Bürgermeistern und Landräten von beiden Seiten der Grenze, den Kontakt zueinander freiwillig so weit wie möglich einzuschränken.

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