Die Bezirksregierung lehnt weitere Klasse in der Jahrgangsstufe 5 ab

Irena-Sendler-Gesamtschule muss losen

Ahaus

Die Irena-Sendler-Gesamtschule darf keine weitere Schulklasse in der Jahrgangsstufe 5 bilden. Einen entsprechenden Antrag der Stadt Ahaus lehnte die Bezirksregierung nun ab. Nun muss nach einem Losverfahren entschieden werden, wer nicht aufgenommen werden kann. Das teilte die Stadt am Dienstag mit.

wn

Die Bezirksregierung begründet ihre Absage mit fehlenden personellen und angespannten räumlichen Kapazitäten an der Gesamtschule sowie mit der Entwicklung der weiterführenden Schulen in Heek und Legden.

„Es ist nur schwer nachvollziehbar, wenn Kinder nicht an ihrem Wohnort in eine gewünschte Schule gehen können. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht“, wird Bürgermeisterin Karola Voß in einer Mitteilung der Stadt zitiert.

Schon in den zurückliegenden Jahren waren zuweilen deutliche Anmeldeüberhänge an der Gesamtschule und der Anne-Frank-Realschule zu verzeichnen. Nur über die Genehmigung von Mehrklassenbildungen konnte eine Schulabweisung bisher vermieden werden.

Die Stadt Ahaus hatte aufgrund der hohen Anmeldezahlen von 197 Schülerinnen und Schülern an der Gesamtschule für das kommende Schuljahr erneut die Bildung einer Mehrklasse beantragt.

Der Schulzweckverband Legden/Rosendahl hat erstmals seine Zustimmung mit dem Hinweis auf die schulgefährdend geringen Anmeldezahlen an der Paulus-van-Husen-Sekundarschule verweigert.

Die Gemeinde Heek hat zwar nochmals ihre Zustimmung gegeben, allerdings auch bekundet, dass sie mit zunehmender Sorge um den Bestand der Kreuzschule in den kommenden Jahren weitere Zustimmungen für schwierig halte.

Bei einer Beibehaltung der Schulformen und Zügigkeiten der städtischen Schulen werde eine Beschulung aller Ahauser Schülerinnen und Schüler aufgrund wachsender Übergangszahlen zunehmend nicht mehr sichergestellt werden können, so die Stadt.

Weitere Abweisungsverfahren der Schulleitungen würden sich voraussichtlich künftig wiederholen. Eine Neubewertung der schulorganisatorischen Strukturen sei daher vorgesehen.

Die Stadt will die Erfolgsaussichten einer Klage gegen den Ablehnungsbescheid prüfen, sollte die Bezirksregierung bei ihrer Entscheidung bleiben.

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