Fridays for Future

Klimanotstand bleibt Thema

Alstätte

Die jungen Menschen machen ernst. Am heutigen Mittwochabend erhalten die Initiatoren der Ahauser Fridays-for-Future-Bewegung 15 Minuten Sprechzeit vor dem Stadtrat. Ina Elpers und Cilia Gesing möchten die Ratsmitglieder davon überzeugen, für Ahaus den Klimanotstand auszurufen. Die beiden 14-jährigen Schülerinnen des Alexander-Hegius-Gymnasiums (AHG) werden unter anderem vom Alstätter Henning Hassels unterstützt, der auch Teil des Organisationsteams der Bewegung ist.

Alex Piccin

Der Alstätter Henning Hassels ist Mitorganisator der Ahauser Fridays-for-Future-Bewegung. Die Initiatoren der Bewegung, Ina Elpers und Cilia Gesing, sprechen am Mittwochabend vor dem Rat der Stadt Ahaus und möchten diesen überzeugen, den Klimanotstand auszurufen. Foto: Alex Piccin

„Es muss vom Reden ins Handeln gekommen werden. Alle Entscheidungen, die der Rat trifft, müssen auf ihre Nachhaltigkeit überprüft werden“, gibt der 17-jährige Abiturient einen ersten Einblick in das Vorhaben. Das wichtigste Anliegen sei, Plastikmüll und die Treibhausgase zu reduzieren: „Das ist bezüglich des Klimawandels der größte Aspekt, da es das Artensterben zur Folge hat.“ Über 550 Personen sichern den Schülerinnen durch ihre Unterschrift Unterstützung für ihre Sache zu.

Die Fridays-for-Future-Demonstrationen in Ahaus haben im Laufe der Monate einen Rückgang an Teilnehmer zu verzeichnen. An der ersten Veranstaltung im April versammelten sich noch circa 450 Schüler vor dem Rathaus, im Mai etwa 150, im Juni zogen noch weniger durch die Straßen. Hassels Vermutung ist, dass die Teilnehmerzahl aufgrund der Tatsache gesunken ist, weil die jüngsten Kundgebung nach der Schule stattgefunden hat und hohe Temperaturen herrschten: „Es wurde mehr oder weniger aussortiert. Jene, die noch dabei waren und sind, meinen es ernst.“

Lautstärke nimmt zu

Dass Schüler die Veranstaltung zum Schwänzen nutze, sei denkbar: „Der Großteil weiß aber, worum es geht und nimmt aus Überzeugung teil.“ So sei nach gefühlten Werten die Demo im Juni die lauteste gewesen. Das Orgateam mache sich natürlich Gedanken, warum es nicht noch mehr Schüler erreicht. Mit Rückendeckung der Schulleitung seien Ina Elpers und Cilia Gesing durch die fünften und sechsten Klassen gegangen, um auch die jüngsten AHGler für ihre Sache zu überzeugen.

Für Freitag (5. Juli) haben sich die Organisatoren eine Laufstrecke überlegt, die vom AHG zum Kulturquadrat führt. Vor dem Rathaus soll eine Mahnwache abgehalten werden. Beginn der Demo ist um 12 Uhr. „Es ist wichtig, dass der Druck auf die Politik gehalten wird und die Gesellschaft aufmerksam gemacht wird“, so Henning Hassels. In den meisten Fällen erfahren die Organisatoren positive Resonanzen.

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