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Wahlen bei der Jahreshauptversammlung

Landfrauen Alstätte: Neues Dreierteam übernimmt

Alstätte

Große Umbrüche im Vorstand gab es jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Alstätter Landfrauen. Nach zwölf Jahren Vorstandsarbeit, davon acht Jahre als erste Vorsitzende, legte Edith Nabers ihr Amt nieder.

Monika Haget

Die scheidenden Vorstandsmitglieder: Edith Nabers, Sylvia Termathe, Waltraud Wenning, Brigitte Döbbeld, Marion Terhaar, Elisabeth Tenhagen, Mechthild Höper und Renate Hackfort. Einige hielten die Buchstaben des Vornamens ihrer langjährigen Vorsitzenden in die Höhe. Krankheitsbedingt fehlt Heike Wielens.Motivationstrainerin Ingeborg Pflicht bezog in ihrem Vortrag immer wieder Leute aus dem Publikum ein. Da blieben auch die Ehrengäste, Bürgermeisterin Karola Voß und Volksbank-Filialleiter Matthias Terstriep, nicht verschont Foto: Monika Haget

Auch die zweite Vorsitzende Sylvia Termathe schied aus. Doch sie waren nicht die einzigen: Mit ihnen legten sieben weitere Frauen ihre Posten nieder.

Edith Nabers dankte allen für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen, das ihr entgegengebracht worden sei. Sylvia Termathe sei ihre rechte Hand gewesen, auf die sie sich immer habe verlassen können, lobte sie ihre Stellvertreterin. Die bedankte sich ihrerseits bei der Vorsitzenden. „Du hast tolle Arbeit geleistet“, sagte sie. „Alstätte ist mit über 300 Mitgliedern inzwischen der mitgliederstärkste Ortsverband im Kreis, das liegt gewiss an der Art und Weise, wie du den Verein geführt hast.“ Dann hielten die scheidenden Vorstandsfrauen die Buchstaben des Vornamens von Edith Nabers hoch und belegten sie mit zahlreichen Adjektiven: „Engagiert, Dynamisch, Ideenreich, Traditionsbewusst, Herzlich“.

Der neue Vorstand Foto: Monika Haget

Regine Schulze Icking vom Kreisverband zeigte sich beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl. 152 Landfrauen waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt. Sie übernahm die Leitung der Wahlen zum neuen Vorstand.

Fortan übernimmt ein Dreierteam die Leitung, bestehend aus Doris Robert, Stephanie Schmitz und Maria Hackfort als Teamsprecherin. Ihnen zur Seite stehen zehn weitere Frauen. Schulze Icking betonte, dass Team nicht heiße: Toll, ein anderer macht`s, sondern Zusammenarbeit. Sie verwies auf einige kreisweite Veranstaltungen und begründete die Beitragsanpassung um vier Euro jährlich.

Zuvor hatte Mechthild Tenhagen den Kassenbericht vorgetragen. Den verband sie mit einem Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und den dafür gezahlten Zuschüssen.

Die nächsten Termine sind ein gemeinsames Frühstück am 19. April mit anschließendem Vortrag über klinische Hypnose und eine Zweitages-Radtour am 6. und 7. Juni. Edith Nabers berichtete, dass die Tanzgruppe Nachwuchs suche, interessierte Frauen könnten sich bei Elke Haveloh melden.

Es folgte der Auftritt von Ingeborg Pflicht aus Oldenburg. Die Motivationstrainerin nannte ihren Vortrag „Hummeldenken – wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund“. Mit großem Elan verkündete sie ihre Thesen. „Warum ist es so schwierig, gute Vorsätze einzuhalten?“ fragte sie anfangs in die Runde. Es mangele meist nicht am Willen, sondern an der Ausdauer, erklärte sie. Es sei leichter, das Verhalten zu ändern, wenn man einen Grund habe. Eine gehörige Portion Optimismus, gepaart mit großer Einsatzbereitschaft sei zudem ein wichtiger Baustein, um neue Ziele zu erreichen.

Als Beispiel führte sie die Hummel an. Nach aerodynamischen Gesetzen sei die Hummel gar nicht in der Lage zu fliegen. „Aber sie weiß das nicht und deshalb tut sie es einfach. Nehmt euch die Hummel zum Vorbild!“, ermunterte sie das Publikum.

Die Hummel habe besondere Techniken entwickelt, die es ihr ermögliche, die Schwerkraft zu überwinden. „Wir Menschen schauen dagegen immer nur auf das Problem, anstatt uns der Lösung zuzuwenden. Wir müssen auch Strategien entwickeln, die uns zum Ziel führen“. Dieses Ziel müsse immer ganz konkret sein, sagte Ingeborg Pflicht. Dazu brauche man Visionen von dem, was man sich wünsche.

Als Beispiel nannte sie Arthrose, die Vision könne sein, mit 85 Jahren noch Radfahren zu können. „Und sagt nicht, das geht nicht. Nein-Sätze akzeptiert das Gehirn nicht“, meinte sie. Mit solch großer Motivation ausgestattet endete ein unterhaltsamer Abend.

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