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Drei Konzerte vor dem Aquahaus im August

Musikerinitiative holt Geburtstagsfeier nach

Ahaus

Ein sorgloses Festival im Aquahaus wird es noch nicht, aber die Musikerinitiative Ahaus plant für den 20. und 21. August drei Konzerte. Doch noch gibt es viel zu tun.

Als Vorsitzende der Musikerinitiative Ahaus hofft Eva Vehring (l.), dass das jetzt erstellte Hygienekonzept bis August Bestand hat– damit das 30-jährige Bestehen mit drei kleineren Konzerten gefeiert werden kann. Foto: Robert Wojtasik

Die Musikerinitiative Ahaus (Mia) wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Im April konnte das nicht gefeiert werden, auch ein großes Festival wie in den Jahren vor der Pandemie ist aktuell noch nicht denkbar. Mit drei kleineren Konzerten am 20. und 21. August soll die Geburtstagsfeier nachgeholt werden.

Den Termin hat die Mia absichtlich gewählt. „Ab September wären zwar laut der aktuellen Verordnung wieder Konzerte mit Stehplätzen und sogar Festivals möglich“, sagt Eva Vehring. Allerdings werde es dann sicherlich auch wieder eng im Kalender.

„Wir haben uns deswegen zu dieser Variante entschlossen“, sagt die Vorsitzende. Wie oft sie mit ihrem Team in den zurückliegenden Wochen und Monaten das Hygienekonzept aufgestellt, umgeworfen, überarbeitet und neu geschrieben hat – sie weiß es nicht mehr. Aktuell sieht der Plan so aus: Der Platz vor der Bühne im Aquahaus wird in feste, jeweils etwa 2,5 mal 2,5 Meter große Quadrate aufgeteilt. Diese Quadrate können Besucher vorab fest buchen.

Schachbrettmuster

Jedes zweite Quadrat bleibt frei, so dass auch unter freiem Himmel eine Art Schachbrettmuster entsteht. Innerhalb dieser Quadrate können die Besucher sich dann bewegen. „Man kann nicht wild hin- und herwuseln. Das ist natürlich schade“, sagt Eva Vehring. Dennoch glaubt sie, dass es eine „coole Veranstaltung“ werden könne.

Drei Konzerte sind geplant: Der Freitagabend (20. August) soll eher gitarrenlastig werden: „Punk oder Rock können wir uns da sehr gut vorstellen“, sagt sie. Der Samstagmittag gehört dann Familien und Kindern. „Wir sind gerade dabei, eine passende Band zu buchen. Noch ist aber auch das nicht fix“, erklärt Eva Vehring. Schließlich konnte die Musikerinitiative erst vor knapp zwei Wochen mit der eigentlichen Vorbereitung für die Geburtstagskonzerte beginnen. Am Samstagabend soll es dann Popmusik passend zur sommerlichen Atmosphäre geben. Wildes Tanzen vor der Bühne werde es natürlich auch da nicht geben. Entsprechend ruhiger soll auch die Musik sein: „Das würde ja sonst nur Frust erzeugen“, sagt Eva Vehring. Auf dem Plan stehen dabei sowohl lokale Bands als auch Gruppen, die schon etwas bekannter sind. Konkrete Namen kann sie an diesem Donnerstag aber noch nicht nennen.

Vielleicht wird nochmal umgeplant

Bis zu 500 Besucher sollen pro Konzert vor der Bühne Platz haben. „Wir könnten auch mit 1000 Besuchern planen und hoffen, dass sich die Corona-Schutzverordnung noch einmal ändert“, erklärt Eva Vehring. Das sei der Initiative aber zu heikel gewesen. Also werden es drei eher überschaubare Konzerte. Sollte sich die Verordnung noch ändern, würde auch noch einmal umgeplant. In der Anpassung des Konzepts sei die Mia inzwischen schließlich geübt.

Der Kartenvorverkauf soll Anfang Juli starten. Die Tickets für die beiden Abendveranstaltungen sollen zwischen 10 und 15 Euro kosten. Das Familien- und Kinderkonzert am Samstagmittag soll etwas günstiger werden. Tagestickets gibt es nicht. Mit 15 000 Euro unterstützt die Stadt Ahaus in diesem Jahr das Programm der Mia: Das Geld stammt aus Mitteln für kulturelle Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr nicht ausgegeben werden konnten, weil Konzerte und Theaterstücke ja fast restlos abgesagt werden mussten. „Gut eingesetztes Theatergeld“, hatte es Karen Jungkamp vom Fachbereich Bildung, Kultur und Sport der Stadt Ahaus im Kulturausschuss zuletzt genannt.

Ohne diesen Zuschuss seien die Veranstaltungen gar nicht denkbar, fügt Eva Vehring hinzu. Parallel läuft die Suche nach weiteren Fördermitteln und Sponsoren. Denn: Alleine die Preise für Künstler seien in die Höhe geschossen. „Manche Bands gibt es auch gar nicht mehr“, erklärt sie.

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