Bauarbeiten an der B 70 bei Alstätte sind so gut wie abgeschlossen

Nur die Stelen fehlen noch

Alstätte

Auch wenn es komisch klingen mag: Die Corona-Einschränkungen haben in manchen Bereichen dafür gesorgt, dass leichter gearbeitet werden konnte. Zum Beispiel im Straßenbau.

Von Bernd Schäfer

Dr. Kai Zwicker, Thomas Hammwöhner, Karola Voß und Manfred Ransmann (v.l.) kamen am Dienstag mit vielen weiteren Projektbeteiligten zusammen, um den Abschluss der Bauarbeiten an der B 70 zu feiern. Foto: Bernd Schäfer

„Es gab weniger Verkehr und wir konnten deshalb zweimal Vollsperrungen machen“, erklärt Bruno Tenhumberg vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Gemeinsam mit anderen ist der Projektleiter am Dienstagmittag zum provisorischen Baubüro vorm Viva-Fitness-Studio gekommen, um den Abschluss der Bauarbeiten zu feiern – eher als zu deren Beginn im März vergangenen Jahres erwartet.

„Lag das wirklich an Corona?“, wollte Landrat Dr. Kai Zwicker noch einmal genau von Bauunternehmer Mark Gieseke wissen. Der antwortete salomonisch: „Vielleicht waren wir auch einfach nur schnell.“

Passend zum freundlichen Wetter überschütteten sich alle an dem Straßenbauprojekt Beteiligten gegenseitig mit Nettigkeiten. „Wir sind mit den Leistungen sehr sehr zufrieden. Es ist alles reibungslos gelaufen, das ist nicht selbstverständlich“, lobte der Leiter der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW Manfred Ransmann die Straßenbauer. Und fuhr mit Lob an die Stadt fort: „Die Stadt Ahaus hat für uns den Grunderwerb übernommen – und ich weiß, wie schwierig das war.“ Bürgermeisterin Karola Voß gab das Lob artig zurück: „Wir haben uns gereut, dass Straßen.NRW so viel Engagement gezeigt hat. Und die Alstätter freuen sich, dass zwei gefährliche Kreuzungen entschärft worden sind.“ „Wir müssen uns auch bei den Alstättern bedanken, dass sie die Arbeiten so tapfer ertragen haben“, ergänzte Projektleiter Tenhumberg. Nie hätte es Anfeindungen gegen die Bauarbeiter gegeben – auch das sei heute nicht mehr selbstverständlich.

Jetzt fehlt nur noch die Gestaltung der beiden neuen Kreisverkehre. Für die sei die Initiative von Alstättern ausgegangen, sagte der Beigeordnete Thomas Hammwöhner. Auf beiden sollen Stelen errichtet werden: Auf dem an der Haaksbergener Straße in gelb, orange und rot mit Symbolen aus Handel und Gastronomie, auf dem an der Enscheder Straße in grün, türkis und blau mit Symbolen aus dem Handwerk.

Über den Bau der Kreisverkehre hinaus wurden bei der Baumaßnahme rund 2,1 Kilometer Radweg neu gebaut und 2,6 Kilometer Fahrbahndecke erneuert. Die Kosten betragen 4,9 Millionen Euro, von denen der Kreis Borken eine Million und die Stadt Ahaus knapp 100 000 Euro übernehmen. Den Löwenanteil übernimmt die Bundesrepublik.

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