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Umfrage

Viele kleine Stellschrauben

Ahaus

Wie zufrieden sind die älteren Ahauser? Was wünschen sie sich für die Zukunft? Die Stadt Ahaus hat im vergangenen Sommer zusammen mit dem Marktforschungsinstitut LQM („Leistung, Qualität und Meinung“) aus Mainz eine repräsentative Umfrage durchgeführt.

Stephan Teine

Älteren Menschen in Ahaus, Alstätte, Graes, Ottenstein, Wessum und Wüllen geht es nach eigenen Angaben überwiegend sehr gut. Foto: dpa

Die Ergebnisse sind jetzt veröffentlicht. Tenor: Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist mit dem Leben in Ahaus sehr zufrieden.

Einige Handlungsempfehlungen und „kleine Stellschrauben“ für Stadt und Politik konnte das Marktforschungsinstitut aus der Umfrage aber bereits erarbeiten.

► Vor allem der Bereich Öffentlicher Nahverkehr und die Erreichbarkeit einzelner Einrichtungen solle verbessert werden. Das bezieht das Unternehmen sowohl auf die Linien, also auch auf die Haltestellen, den Takt und den Fahrkartenverkauf. Gerade in Richtung Graes bestehe eine große Versorgungslücke.

► Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur wie Ärzte, Apotheken und Drogerien, vor allem in den Ortsteilen.

Auch wenn noch unklar ist, wie viele Menschen dieses Angebot nutzen würden, wünschen sich viele Befragte ein 24-Stunden-Notruf-System, einen Fahr- und Bringedienst sowie die Gewährleistung von ambulanten und teilstationären Pflegeleistungen. Wie die organisiert werden könnten, ist aber noch offen geblieben. Eine enge Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, privaten Anbietern und dem Ehrenamt wäre möglich.

► Die Angebote der Stadt für Senioren sollen stärker beworben werden, da sie noch zu wenig in der Breite der Bevölkerung bekannt sind.

► Oft gewünscht war auch eine Verbesserung der Straßen und Wege: Ebene Bürgersteige, Absenkungen an allen Straßenübergängen, Bänke in kürzeren Abständen oder automatische Türen an allen öffentlichen Einrichtungen und Geschäften tauchten in den Wunschlisten häufig auf.

Weitere Erkenntnis aus der Umfrage: Weil die Teilnahmequoten aus den Stadtteilen Graes und Alstätte deutlich geringer als in den anderen Orten war, geht das Marktforschungsinstitut davon aus, dass sich die Einwohner dort stärker in Richtung Gronau orientieren. Für die Kommunalpolitik könne sich daher die Frage stellen, wie diese Stadtteile stärker in das Geschehen in der Stadt Ahaus eingebunden werden könnten.

Mit den ermittelten Daten soll die kommunale Politik in Zukunft besser auf die Belange der älteren Einwohner von Ahaus reagieren können.

► Auf 303 Seiten erstrecken sich allein der Bericht und die Auswertung der Umfrage, die von LQM Marktforschung aus Mainz durchgeführt wurde. Die kompletten Unterlagen zur Auswertung der Umfrage hat die Stadt Ahaus auf ihrer Internetseite unter der Rubrik „Leben in Ahaus“ zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen eines Workshops am 19. Februar (Freitag) vorgestellt. Dazu lädt die Verwaltung alle Interessierten ein. Der Nachmittag beginnt um 14 Uhr mit der Begrüßung durch Bürgermeisterin Karola Voß. Danach wird zunächst Dr. Klaus Kortmann vom Marktforschungsinstitut LQM die Ergebnisse vorstellen. Weiter geht es mit Diskussionen in drei Themengruppen:

► Mobilität, Öffentlicher Nahverkehr, barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes; Moderation: Ute Kerber, Geschäftsführerin LQM;

► Wohlfühlen in Ahaus – Lebensgefühl im Alter; Moderation: Angelika Litmeier, Leiterin Freiwilligenagentur Ahaus

► Infrastruktur in den Ortsteilen; Moderation: Maria Leveling, Stadt Ahaus.

Im Anschluss werden die Ergebnisse der Gruppen präsentiert. Den Abschluss bildet von 18 bis 19 Uhr dann ein Kabarett-Auftritt von Jutta Lindner. In der Rolle von Oma Frieda präsentiert sie ihr Programm „Gladiator am Rollator“. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich – bis Freitag (12. Februar), Stadt Ahaus, Sybille Großmann, ✆ 02561 72160, s.grossmann@ahaus.de.

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