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Berufsorientierung

Von Amtsgericht bis Zahnarztpraxis

Ahaus

Texte zu formulieren, macht Hannah Möller Spaß. „Ich schreibe auch für die Schülerzeitung“, erzählt die Zehntklässlerin. „Da dachte ich, vielleicht wäre Journalismus etwas für mich.“ Und so steuert die junge Frau bei der Berufsorientierung in der Canisiusschule ganz gezielt die Stände der Medienvertreter an.

Anne Alichmann

In persönlichen Gesprächen konnten die Schüler Fragen stellen und sich beraten lassen. Viele wurden dabei von ihren Eltern begleitet. Foto: Anne Alichmann

Texte zu formulieren, macht Hannah Möller Spaß. „Ich schreibe auch für die Schülerzeitung“, erzählt die Zehntklässlerin. „Da dachte ich, vielleicht wäre Journalismus etwas für mich.“ Und so steuert die junge Frau bei der Berufsorientierung am Mittwochabend in der Canisiusschule ganz gezielt die Stände der Medienvertreter an. „Was braucht man für den Job?“, möchte sie am WN-Tisch wissen. Und: „Wie sieht die Ausbildung aus? Bieten Sie auch ein Praktikum an?“

Gespannt hört auch ihre Freundin Jana Reske zu. Sie interessiert sich ebenfalls für den Beruf – und ist im selben Jahrgang wie Hannah. Bis zum Abitur haben die zwei noch etwas Zeit. „Aber es kann nicht schaden, sich früh zu informieren“, findet Jana. „Da kann man sich schon mal etwas Inspiration holen.“ Wenn die Veranstaltung dann das nächste Mal stattfindet, stehen die Canisiusschülerinnen kurz vor den Abiturprüfungen. Dann haben sie ihre Berufswünsche vielleicht noch genauer eingegrenzt – und können sich noch konkreter beraten lassen.

Die Gelegenheit, Informationen und Ratschläge von Vertretern unterschiedlicher Branchen zu bekommen, nutzten am Mittwochabend viele junge Leute. Canisiusschule und Alexander-Hegius-Gymnasium hatten erneut gemeinsam dazu eingeladen. Seit 2012 richten die beiden Schulen die Veranstaltung alle zwei Jahre gemeinsam aus, zuvor fand eine solche „Jobmesse“ bereits einmal an der Canisiusschule statt.

Der Vorstoß sei seinerzeit aus der Elternschaft gekommen, berichtet Mitorganisatorin Beatrix Wantia. Auch heute noch beteiligen sich Mütter und Väter maßgeblich am Gelingen der Veranstaltung. „Es geht darum, den Abiturienten aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es im hiesigen Raum gibt“, sagt Beatrix Wantia.

Und die sind in der Tat vielfältig: 62 Aussteller haben die Veranstalter für die Messe gewinnen können. Viele waren bereits in den vergangenen Jahren – zuletzt 2014 am Hegius-Gymnasium – dabei, einige sind neu. „Wir haben alle angeschrieben, die schon einmal dabei waren, und dann gezielt geschaut, welche Branchen uns noch fehlen“, berichtet Beatrix Wantia. Und so ist ein interessanter Mix entstanden: Versicherungen sind ebenso vertreten wie das Finanzamt, die Feuerwehr, das Amtsgericht, die Zahnarztpraxis oder die Modeschule. Auch viele Hochschulen haben einen Stand aufgebaut, die Agentur für Arbeit oder Vermittler von Au-Pair-Jobs im Ausland.

Mit dem Zulauf zeigt sich Beatrix Wantia am Ende der dreistündigen Veranstaltung zufrieden. In Gesprächen habe sie viel positive Resonanz erfahren, berichtet die Mitorganisatorin. Viele hätten die Chance zur persönlichen Begegnung genutzt, gezielt Fragen gestellt und Kontakte aufgebaut. Zahlreiche Eltern begleiteten ihren Nachwuchs dabei. So kam übrigens auch Beatrix Wantia zu ihrem Engagement für die Veranstaltung. „Ich war 2014 noch als Gast mit dabei.“ Ihre Tochter Lara stand damals kurz vor dem Abitur. „Sie studiert jetzt Journalismus.“

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