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Klinikum Westmünsterland

Aus für Krankenhausstandorte: Häuser in Stadtlohn und Vreden werden geschlossen

Münster

Das Klinikum Westmünsterland schließt seine Krankenhäuser in Vreden und Stadtlohn. Die dort angebotenen Leistungen übernehmen die Häuser des Klinikums in Ahaus, Borken und Bocholt. Komplett aufgeben will der Krankenhausträger die beiden Standorte im Kreis Borken aber nicht.

Von Elmar Ries

St. Marien-Hospital in Vreden wird aufgegeben. Foto: Markus Gehring

Das Klinikum Westmünsterland wird zwei seiner fünf Krankenhäuser schließen und die Standorte umwandeln. Betroffen sind das St. Marien-Hospital in Vreden und das Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn. Beide Häuser werden in einer „überschaubaren Frist“ aus der „stationären Akutversorgung“ herausgenommen, teilte die Klinikleitung am Donnerstag mit. Beide Krankenhäuser sind defizitär.

Zudem sei es für kleine Einrichtungen schwierig, qualifiziertes Personal zu finden, sagte Sprecher Tobias Rodig gegenüber unserer Redaktion. Auch das sei ein Grund dafür gewesen, die Häuser vom Netz zu nehmen.

Überblick zu den Umstrukturierungen 

Die in Stadtlohn und Vreden vorgehaltenen Versorgungsangebote übernehmen künftig die verbliebenen Klinikstandorte in Bocholt, Borken und Ahaus. Vor allem in Ahaus will der Klinikträger massiv investieren. Dort sollen die zuvor in Stadtlohn angebotenen Leistungen in den medizinischen Feldern „Interventionelle Kardiologie“, „Diabetologie“ und die „Allgemein- und Unfallchirurgie“ angesiedelt werden. Aus Vreden werden die Bereiche „Geriatrie“ und „Rheumatologie“ an den Standort Ahaus wechseln.

Die „Wirbelsäulenchirurgie/Neurochirurgie“ wechselt aus Stadtlohn an das St. Marien-Hospital nach Borken, die „Pneumologie“ aus Stadtlohn an das St. Agnes-Hospital in Bocholt. Die Bündelung medizinischer Kompetenzen gewährleiste, „dass alle medizinischen Leistungsbereiche im Westmünsterland aufrechterhalten werden“, so der Krankenhausträger in einer Erklärung.

Umwandlungen geplant

Das Klinikum Westmünsterland gibt die beiden Kliniken - aber nicht die Standorte auf. Das St. Marien-Hospital soll in ein orthopädisches und rheumatologisches Rehazentrum umgewandelt werden. Im   Krankenhaus Maria-Hilf wird ein Pflegezentrum sowie ein medizinisches Versorgungszentrum integriert, in dem auch telemedizinisch behandelt werden soll. Für die Umwidmung beider Standorte und den Ausbau des St. Marien-Krankenhauses in Ahaus stellen Bund und Land 65 Millionen Euro zur Verfügung. Der Krankenhausträger steuert seinerseits 15 Millionen Euro bei.

Schließung und Umstrukturierung sowie die Erweiterung der Klinik in Ahaus seien ein „fortlaufender Prozess“, mit dem, so Rodig, „Mitte 2022 begonnen werden soll“. Das Klinikum Westmünsterland hofft, ihn bis Mitte 2025 abgeschlossen zu haben.

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