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Lamellenklärer bringt Baumaßnahme an der Neustraße/Mühlenplatz wieder ein Stück weiter

25-Tonnen-Koloss versenkt

Gronau

In den frühen Morgenstunden endet am Donnerstag der Schwertransport für einen 25-Tonnen-Koloss an der Baustelle am Mühlenplatz in Gronau, direkt neben der Antonius-Kirche. Nachdem das Bauteam die Haken vom riesigen Mobilkran angebracht hat, befördert dieser den Koloss behutsam in die Baugrube und platziert ihn dort exakt an der vorgesehenen Stelle.

Der Lamellenklärer wurde behutsam in den Boden gesenkt. Foto: Stadtwerke

Am gesamten Prozess sind viele helfende Hände beteiligt – Konzentration ist angesagt. Der Koloss ähnelt von der Größe und vom Äußeren her einer Beton-Garage, wirkt nicht sonderlich spektakulär, ist aber in Wahrheit ein sogenannter Lamellen­klärer mit wichtiger Funktion. „Der Lamellenklärer scheidet absetzbare Stoffe beziehungsweise Partikel aus Wässern ab, in diesem Fall aus dem demnächst durchgeleiteten Niederschlagswasser,“ erklärt Hendrik Nienhaus, Projektleiter des Abwasserwerkes der Stadt Gronau. „Wir wollen hiermit sicherstellen, dass demnächst möglichst sauberes Niederschlagswasser in die Dinkel geleitet wird.“

Kanalbauarbeiten dauern voraussichtlich noch bis zum Frühjahr

Anfang Juni hatte das Abwasserwerk der Stadt Gronau im zweiten Bauabschnitt der Neustraße mit dem Kanalbau begonnen. In diesem Rahmen sollte auch eine neue Regenwasser-Behandlungsanlage entstehen. Bis dato gab es für die gesamte Neustraße lediglich einen Mischwasser-Kanal, der auch unbelastetes Niederschlagswasser zur Kläranlage leitete.

In Zukunft wird das unbelastete Niederschlagswasser weitestgehend in einem separaten Regenwasserkanal über die neue Anlage, den Lamellenklärer, direkt in die Dinkel eingeleitet. So muss es nicht erst bis zum Klärwerk fließen und die Kanäle sowie die Kläranlage unnötig belasten. Nienhaus abschließend: „Damit sind wir mit der Baumaßnahme an der Neustraße/Mühlenplatz wieder einen entscheidenden Schritt weiter.“

Die Kanalbauarbeiten dauern voraussichtlich noch bis zum kommenden Frühjahr. Die Stadtwerke Gronau und das Abwasserwerk der Stadt Gronau bitten um Verständnis für eventuelle Einschränkungen während der Bauphase.

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