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Volksbank Gronau-Ahaus legt Geschäftsbericht für 2021 vor

3,4 Milliarden auf der hohen Kante

Gronau

Die Wirtschaft in Gronau brummt – was nicht nur an den hohen Gewerbesteuereinnahmen im letzten Quartal abzulesen ist. Profitieren davon auch die Geldinstitute? Die Volksbank Gronau-Ahaus hat jetzt ihren Geschäftsbericht vorgelegt.

Bei der virtuell durchgeführten Vertreterversammlung am 8. Juni war die Beteiligung hoch, alle notwendigen Beschlüsse konnten gefasst werden. Mit Ablauf der Vertreterversammlung schieden altersbedingt die Aufsichtsratsvorsitzende Felizitas Söbbeke und ihr Stellvertreter Heinz Render aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Dania Stienemann aus Gronau und Anne Brüggemann aus Alstätte. Das Aufsichtsgremium führt jetzt Christoph Almering aus Ahaus. Foto: Volksbank

Die Volksbank Gronau-Ahaus blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2021 zurück und mit Zuversicht auf die kommenden Jahre. Beides sei Beleg dafür, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell der Bank sich auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen bewährt habe, teilt das Geldinstitut mit.

In allen wesentlichen Geschäftsfeldern wurden die gesteckten Ziele für das vergangene Jahr erreicht und zum Teil nennenswert übertroffen. Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Jahr von 3,7 Milliarden auf über 4 Milliarden Euro gestiegen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sei in erster Linie der Umfang der Geschäfte der Mitglieder und Kunden mit der Volksbank. So stiegen die Kundenforderungen von drei auf fast 3,2 Milliarden Euro und damit stärker als zu Jahresbeginn geplant. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 beträgt das gesamte von der Volksbank betreute Kreditvolumen knapp 3,9 Milliarden Euro.

Immobilieninvestitionen als Treiber im Kreditgeschäft

Wesentlicher Treiber des Kreditgeschäfts waren im abgelaufenen Jahr wieder Immobilieninvestitionen. Die Baufinanzierungsberater der Bank haben über 900 Familien den Weg in die eigenen vier Wände ermöglicht oder sie bei der Kapitalanlage in Immobilien unterstützt. „Der Wunsch nach einer eigenen Immobilie ist trotz der Baukostensteigerungen nach wie vor hoch“, konstatiert das Institut.

Das Geldvermögen aller Mitglieder und Kunden der Volksbank Gronau-Ahaus ist im abgelaufenen Jahr um 394 Millionen Euro (12,9 Prozent) gestiegen. Auf den Konten bei der Volksbank, bei der Union Investment und den weiteren genossenschaftlichen Verbundpartnern sowie in Wertpapieren wies die Volksbank zum Stichtag 31. Dezember 3,443 Milliarden Euro betreutes Kundeneinlagevolumen und damit 12,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor aus. Viele Kunden haben vermehrt Geld in Wertpapiere und Investmentfonds angelegt. Allein um 246 Millionen Euro ist der Betrag der bei der Fondsgesellschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken, der Union Investment und in Wertpapieren gestiegen. Der Anstieg im Jahr 2021 entspricht in etwa dem Volumenzuwachs der Jahre 2016 bis 2020 zusammengenommen.

Nullzinspolitik

Das betreute Kundengeschäftsvolumen ist im Kalenderjahr 2021 um über 650 Millionen Euro (9,8 Prozent) auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen. Infolge der Nullzinspolitik ist die Marge aus dem zinsabhängigen Geschäft auch im Jahr 2021 zurückgegangen. Durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens wurden die rückläufigen Erträge teilweise ausgeglichen. Positiv zum Zinsergebnis beigetragen hat eine erhöhte Gewinnausschüttung der DZ-Bank, der Zentralbank der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken.

Zunehmende Bedeutung gewinnt das Dienstleistungsgeschäft. Durch die Vermittlung von Geldanlagen und langfristigen Krediten, von Bausparverträgen und Versicherungen zu den genossenschaftlichen Verbundpartnern und durch Erlöse aus dem Zahlungsverkehr und dem Auslandsgeschäft wurde mit 20,8 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um 1,5 Millionen Euro übertroffen.

Vorstand ist sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis

Nach dem derzeitigen Stand der Buchungen wird die Volksbank Gronau-Ahaus ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes Ergebnis vorweisen können. Der Bilanzgewinn wird bei 4,736 Millionen (Vorjahr: 4,657 Millionen) Euro liegen und übertrifft das Planergebnis. Der Vorstand ist sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis und betont, „dass mit der seit Jahren guten und im Vergleich zu anderen Regionalbanken besseren Ertragslage die Basis für eine weitere gute Entwicklung der Volksbank gelegt ist“.

Grundlegend modernisiert wird aktuell die Hauptstelle in Gronau. Seit Anfang 2021 werden alle Etagen des Gebäudes entkernt und modernisiert. Die Arbeiten werden in diesem Jahr abgeschlossen. Die Volksbank zahlte im vergangenen Jahr etwa 16,5 Millionen Euro an Steuern, durch Nettozahlungen an ihre Mitarbeiter flossen weitere 11,4 Millionen Euro an Kaufkraft in die Region.

337 Mitarbeitende, 33.164 Mitglieder

Die Volksbank Gronau-Ahaus ist ein bedeutender Arbeitgeber: Im Geschäftsjahr 2021 haben insgesamt 23 Personen das Team verstärkt, das damit auf 337 Mitarbeitende gewachsen ist. Aktuell sind 15 weitere Arbeitsplätze ausgeschrieben. Die Bank ist auch ein anerkannter Ausbildungsbetrieb: Derzeit sind 33 Auszubildende in verschiedenen Berufsfeldern im Einsatz.

Besonderes Merkmal einer Genossenschaftsbank ist, dass die Kunden der Bank gleichzeitig Mitglied der Bank werden können. Im Jahr 2021 haben sich 489 Personen entschieden, nicht nur Kunde, sondern auch Miteigentümer der Bank zu werden. Zum Jahresende hatte die Volksbank Gronau-Ahaus 33.164 Mitglieder.

Die Volksbank Gronau-Ahaus hat sich im vergangenen Jahr vielfältig engagiert: Mit 465.000 Euro wurden Projekte und Vorhaben in der Region unterstützt.

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