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Situation der Kriegsflüchtlinge

435 Menschen aus der Ukraine leben in Gronau

Gronau

Die Verwaltung in Gronau hat gezählt: Wie viele Personen aus der Ukraine nach Gronau gekommen sind, wie viele noch aufgenommen werden können. Und: Wer bei Erstorientierung hilft. 

-mb-

Schatten auf einer ukrainischen Flagge. Foto: picture alliance/dpa/AP | Alastair Grant

Rund 3400 ukrainische Kriegsflüchtlinge sind zurzeit bei der Ausländerbehörde des Kreises Borken gemeldet, davon 435 mit Wohnort Gronau. 150 Personen sind minderjährig, 29 Personen über 65 Jahre alt, 162 Personen sind männlich, 273 Personen weiblich. Das Aufnahmesoll der Stadt Gronau liegt laut Bezirksregierung Arnsberg bei 624 Personen. Dieses Soll ist aktuell zu knapp 90 Prozent erfüllt, sodass noch 68 Personen zugewiesen werden könnten. Das geht aus dem Bericht der Verwaltung hervor, den der Sozialausschuss am Dienstag zur Kenntnis nahm.

Nach der Ankunft in Gronau werden die Geflüchteten vom Team Integration u.a. über die finanziellen Hilfsmöglichkeiten informiert. Sofern Bedarf besteht, können Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bzw. mittlerweile nach dem SGB II gewährt werden. Für die Unterbringung sorgt der Fachdienst Gebäudemanagement.

74 Schülerinnen und Schüler

Sechs Personen – eine Integrationslotsin und fünf Integrationshelferinnen (4,7 Vollzeitkräfte) – sind zurzeit zuständig für die Erstorientierung geflüchteter Menschen aus aller Welt. Der Erstkontakt wird entweder im Rahmen des Zuweisungsverfahrens oder im Rahmen der aufsuchenden Arbeit hergestellt. Daneben steht das Team während der Sprechstunden montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr am Jöbkesweg 5 und am Kurt-Schumacher-Platz 9 zur Verfügung. Auch außerhalb der Sprechstunden besteht die Möglichkeit, Kontakt aufnehmen. Während der Sprechstunden werden in der Regel die Sprachen Englisch, Französisch, Russisch, Italienisch und Arabisch abgedeckt. Seit dem 1. Juli haben 242 Personen diese Dienstleistung mindestens einmal in Anspruch genommen. Insgesamt wurde 747 mal zu den Themen Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Behörden Geld, Schule oder „Sonstiges“ beraten.

30 ukrainische Kinder besuchen derzeit Grundschulen in Gronau und Epe, davon allein 13 die Hermann-Löns-Schule. 44 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sind in den weiterführenden Schulen untergebracht, davon 18 in der Fridtjof-Nansen-Realschule, 17 am Gymnasium und neun an der Euregio-Gesamtschule.

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