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Sophie-Scholl-Schule: Trotz Sanierung PCB in der Raumluft

Abrissbirne als letzter Ausweg

Epe

Eigentlich stehen nur noch die nackten Wänden – und jetzt müssen auch die noch verschwinden. Trotz aufwendiger Schadstoffsanierung und einem vorangegangenen Test zeigt sich jetzt, dass die Raumluft in der ehemaligen Sophie-Scholl-Schule (heute: Teilstandort der Euregio-Gesamtschule) PCB-Konzentrationen enthält, die die Grenzwerte weit übersteigen. Die Folge: Die Verwaltung schlägt den Abbruch des „Rohbaus“ vor.

Klaus Wiedau

Entkernt bis auf den nackten Stein und trotzdem mit PCB belastet. Die Sophie-Scholl-Schule – inzwischen ein Rohbau – muss nach Meinung der Verwaltung abgebrochen werden,. Foto: Stadt Gronau/Klaus Wiedau

Die Fachleute sind mit ihrem Latein am Ende und können offenbar nicht verstehen, was sie da gerade erleben: Die Sophie-Scholl-Schule, in der gegenwärtig eine Schadstoffsanierung bis auf den Rohbauzustand erfolgt, ist ein Fall für die Abrissbirne. Der Grund: Obwohl alle Schadstoffquellen inzwischen beseitigt wurden, werden in den Räumen bei Messungen PCB-Konzentrationen in der Raumluft festgestellt, die den in NRW geltenden maximalen Grenzwert von 300 Nanogramm (ng) PCB je Kubikmeter Raumluft um 100 Prozent, teilweise sogar um 400 Prozent übersteigen. Angesichts dieser Werte schlägt die Verwaltung der Politik vor, die Schule komplett abzubrechen und neu aufzubauen. Der Bauausschuss und der Schulausschuss werden sich damit in der kommenden Wochen in einer gemeinsamen Sitzung befassen.

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