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Ötte & Band geben Release-Konzert

Aktuelle Songs erstmals live im Musikclub Turbine

Gronau

Musiker und Songwriter Ötte stammt zwar vom Niederrhein, hat aber einen besonderen Draht nach Gronau. Und zwar wegen Udo Lindenberg. Am Samstag tritt Ötte in Gronau auf. Und es gibt Hinweise darauf, dass es ein rauschendes Fest werden könnte...

Von Frank Zimmermann

Ötte (mit Hut) und seine Bandkollegen freuen sich auf das Konzert am Samstag in Gronau. Hier präsentiert die Band nicht nur das neue Album zum ersten Mal live, sie feiert auch ein Jubiläum: Öttes 25-jährige Bühnenpräsenz. Foto: Ötte

Seine Texte klingen wie der Soundtrack zu einem Film namens Realität: „Mayday, Mayday, die Erde brennt, es ist fünf vor zwölf und der Zeiger rennt, die vielen Kriege, es fehlt die Liebe, Mayday, Mayday, Sand ist im Getriebe“, singt Christian Otte – genannt Ötte – zum Beispiel im Song Mayday. Es ist der Titelsong seines elften Studioalbums. Zum ersten Mal live vor Publikum spielen Ötte und Band das Material am Samstag, und zwar in Gronau.

Ötte ist zwar ein Kind des Niederrheins, doch als großer Udo-Lindenberg-Fan hat er auch einen guten Draht nach Gronau: „Als ‚Erfinder‘ des Rockliner Veteranen-Treffens waren wir ja vor Jahren mit unserem Festival in Gronau. Seit dieser Zeit sind viele Freundschaften entstanden. Und so planten wir nun, unser Comeback von Ötte & Band nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause nach Gronau zu verlegen“, schreibt Ötte.

Fertig war das Album Mayday bereits im vergangenen Sommer. Doch eine Verknappung der Produktionsressourcen auf dem Vinylmarkt verzögerte die Veröffentlichung. Sozusagen scheibchenweise hat Ötte die Lieder des aktuellen Albums aber schon über digitale Kanäle veröffentlicht. Doch das Komplettpaket gibt es erst am Samstag.

Verzögerung wegen Vinyl-Knappheit

Neben der neuen Platte hat Ötte einen zweiten Grund zu feiern: Seit 25 Jahren steht er als Sänger auf der Bühne und tingelt durch die Clubs der Republik. Auch deshalb reisen zu seinem Konzert in Gronau Fans aus ganz Deutschland an – beste Voraussetzungen also, das aus dem Konzert ein rauschendes Fest wird, das am Samstag ab 19 Uhr im Musikclub Turbine im Rockmuseum beginnt. Als Special Guest tritt Öttes Sohn Kevin Otte mit eigenen, akustischen Songs auf.

Restkarten fürs Konzert am Samstag

Bei allem Grund zum Feiern wird es beim Konzert sicherlich auch den ein oder anderen nachdenklichen Moment geben. Denn Ötte hat nicht nur die aktuellen Songs im Gepäck, sondern auch ein sechs Jahre altes Stück, das er anlässlich des schrecklichen Krieges in der Ukraine als remasterte digitale Single neu veröffentlicht hat: Blauer Planet. Auch dieses Lied klingt so, als habe Ötte es geschrieben, während er eine aktuelle Nachrichtensendung schaut: „Raketen und Bomben fallen vom Himmel / Wie ein Geschwür wütet der Krieg“, lauten die ersten Zeilen. Und wenig später singt Ötte: „Wer stirbt als nächstes den Heldentod / Kinder verhungern bei Wasser und Brot / Und welches Land gehört zu wem / Und welche Fahne soll dort wehen / Welcher Lügner wird entlarvt / Und welche Sünder schießen scharf / Ein letzter Schuss ein Stoßgebet / Es tut mir leid blauer Planet“. Wenn jetzt der eine oder die andere bei der Lektüre an Lindenbergs „Komm, wir zieh‘n in den Frieden“ oder „Wozu sind Kriege da“ denkt, dann ist das ganz in Öttes Sinn.

Für das Konzert am Samstag gibt es noch Restkarten. Sie kosten im Vorverkauf 13 und an der Abendkasse 15 Euro. Einlass in den Musikclub Turbine ist ab 18.30 Uhr.

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