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Freiwillige kommen zum Arbeitseinsatz ins Venn

Atlantische Sandlandschaft in Epe

Epe

Der Nabu-Kreisverband Borken kann auch ziemlich rustikal, wenn es beispielsweise um die Pflege des Eper-Graeser Venns geht. Dafür wurde der Verband nun mit dem passenden Gerät ausgestattet.

Für die Aktiven des Nabu gab es im Rahmen des Arbeitseinsatzes eine Motorsäge für die Pflegemaßnahmen. Foto: Norbert Osterholt

Das ehrenamtliche Pflegeteam des Nabu-Kreisverbandes Borken traf sich am Samstag zu einem ganz besonderen Arbeitseinsatz im Eper-Graeser Venn: Dr. Sebastian Schmidt von der Bezirksregierung Münster übergab als Leiter des Integrierten Life-Projektes „Atlantische Sandlandschaften“ dem Nabu-Kreisverband Borken eine hochwertige Motorsäge für die weiteren Pflegemaßnahmen an Heideweihern. Ebenfalls anwesend waren Patrick Lückel (Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken), Helmut Beckmann sowie Rolf Souilljee (Nabu Borken).

Der Einsatz im Graeser Venn fand zusätzlich zu den Arbeitsvereinbarungen statt, die der Nabu-Kreisverband mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Borken noch für das alte Jahr getroffen hatte. Bereits im September 2021 waren die Pflegemaßnahmen im Eper-Graeser Venn gestartet, um das Heidegewässer zu optimieren. Dieses stellt mit seinen unmittelbar angrenzenden feuchten Heidebereichen und schützenswerten Pflanzen einen wichtigen Mosaikstein im regionalen Biotopverbund dar.

Die trockenen Sommer der letzten Jahre förderten allerdings die Vergrasung und übermäßiges Birkenwachstum, sodass die Gewässer nach und nach verlanden und überwachsen werden. Zunehmende Verschattung durch Bäume und Nährstoffanreicherung verdrängen zudem schützenswerte Arten aus ihrem Lebensraum.

Mehr als 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Nabu waren bei dem Pflegeeinsatz an unterschiedlichen Orten im Eper-Graeser Venn aktiv, erneuerten Wegsperren und dämmten auch die invasive nordamerikanische Späte Traubenkirsche ein.

Das Eper-Graeser Venn ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Integrierten Life-Projekts (IP-Life) „Atlantische Sandlandschaften“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Einige Maßnahmengebiete, die im Rahmen des IP-Life Atlantische Sandlandschaften gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Borken und der Biologischen Station Zwillbrock optimiert werden, befinden sich in unmittelbarer Nähe in den FFH-Gebieten Graeser Venn/ Gut Moorhof sowie Eper-Graeser Venn / Lasterfeld. Sie zählen zu wichtigen Rückzugsgebieten für hochgradig Pflanzen- und Tierarten der Heideweiher, Feuchtheiden und Moore, die charakteristisch sind für das Westmünsterland. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch die ehrenamtlichen Pflegeeinsätze in den Maßnahmengebieten, die den nachhaltigen Erfolg der Maßnahmen sicherstellen, durch Bereitstellung benötigter Arbeitsgeräte unterstützen können“, freut sich Projektleiter Dr. Sebastian Schmidt von der Bezirksregierung Münster.

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