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Geplanter Beherbergungsbetrieb in Epe soll im Rat diskutiert werden

Bauvorhaben am Hauskamp ruft Kritik hervor

Epe

In der jüngsten Sitzung der Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt war es unter Mitteilungen nur ein kleiner Hinweis: Am Hauskamp in Epe, so teilte es die Verwaltung mit, solle vor den beiden Lagerhallen hinter dem Bahnübergang ein Gebäude mit einem Beherbergungsbetrieb für 88 Personen, eine Bäckerei und eine Wäscherei entstehen. Für das Areal gibt es keinen rechtskräftigen Bebauungsplan. Die Bauverwaltung würde eine Prüfung nach §34 Baugesetzbuch auf Genehmigungsfähigkeit durchführen. Dagegen regt sich Protest.

Guido Kratzke

Jetzt beantragt die UWG-Fraktion, das Thema im Zuge der Dringlichkeit auf die Tagesordnung des Rates am Mittwoch (16. Dezember) aufzunehmen. „Diese Information führte bei unserer Fraktion zu Irritationen, da wir an dieser Stelle ein solches Vorhaben zumindest kritisch sehen und andere Planungsziele verfolgen“, heißt es in der Begründung des Antrags, der unserer Zeitung vorliegt. Demnach sei den Unabhängigen auch aus interfraktionellen Gesprächen bekannt, dass es auch in anderen Fraktionen Bedenken gegen das Bauvorhaben gebe.

Ziel des Antrages der UWG ist es, einen Bebauungsplan für die Fläche aufzustellen und zwischenzeitlich eine Veränderungssperre zu erlassen, damit das Baugesuch zurückgestellt werden kann und somit nicht den Planungszielen des Rates für diese Fläche entgegensteht.

„Die Dringlichkeit begründen wir damit, dass ein positiver Bescheid der Bauvoranfrage durch die Bauverwaltung im Zuge der Genehmigung nach § 34 BauGB bevorstehen könnte und damit die Planungsziele des Rates hinfällig würden“, so der Fraktionsvorsitzende Jörg von Borczyskowski.

Für die CDU-Fraktion hatte Martin Dust auch bereits öffentlich eine Missbilligung der vorliegenden Planung deutlich gemacht. „Es soll dort auch gebaut werden, aber bitte kein Gebäude, welches derartige Probleme mit sich bringt“, so der Sachkundige Bürger aus dem Fachausschuss. „Das gleiche gibt es in Rhede, dort durfte ich mich beruflich damit rumschlagen, wie man so einen sozialen Brennpunkt entschärfen kann.“ Die Nachbarschaft laufe zu Recht Sturm gegen die Bauabsicht. Auch müsse der benachbarte Fußballverein mit Schallschutzproblemen rechnen und auch für den Schützenverein Kloster sei mit negativen Auswirkungen zu rechnen.

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