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Was beim Infektionsschutz zu beachten ist

Behelfsmasken dringend empfohlen

Gronau

Die Verbraucherzentrale NRW rät dazu, Masken zu tragen. Die Gefahr, sich zu infizieren, nimmt dadurch ab. Gleichzeitig warnen die Verbraucherschützer vor Betrügern und geben weitere Tipps zur Hygiene.

pd

Haende mit Einweghandschuhen und Schutzmaske, Schutzmasken sind fast ausverkauft. Foto: Markus Ulmer www.imago-image

In kleinen Schritten wird ab Montag (20. April) das öffentliche Leben wieder gelockert. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen ist Teil des Schutzpakets und wird bis auf Weiteres dringend empfohlen. „Einfache Textilmasken, die Mund und Nase bedecken, halten zwar keine Viren zu 100 Prozent ab. Aber sie helfen, die Verbreitung der Viren im Nahbereich zu stoppen. Maskenträger können auf diese Weise andere Menschen vor einer Tröpfcheninfektion schützen, falls sie das Corona-Virus in sich tragen“, bringt die Verbraucherzentrale NRW die aktuelle Empfehlung von Bund und Ländern auf den Punkt. „Der wichtigste Schutz besteht jedoch nach wie vor darin, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten, das Niesen und Husten in die Armbeuge sowie gründliches Händewaschen nach jeder Berührung von Flächen und Gegenständen außerhalb der eigenen vier Wände nicht zu vergessen“, warnt die Verbraucherzentrale, sich durch das Tragen einer Behelfsmaske in falscher Sicherheit zu wiegen.

Zur Anwendung des individuellen Corona-Infektionsschutzes hat sie folgende Hinweise:

  • Baumwollmasken nur Notbehelf
  • : Wer bereit ist, bei allen unvermeidlichen Gängen und Kontakten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sollte sich jedoch keine medizinischen Filtermasken besorgen. Denn OP- und andere Profi-Masken (FFP1- und FFP2-Masken) werden dringend zum Schutz von Patienten, Ärzten und Pflegepersonal benötigt. Die begehrte und inzwischen äußerst knappe Ware wird am Markt oft als Fake-Variante oder zu völlig überteuerten Preisen angeboten. Das Nähen und Tragen einer einfachen Stoffmaske – am besten aus Baumwolle – ist zwar nur ein Notbehelf, der beim Gang nach draußen jedoch helfen kann, die Verbreitung von Corona-Viren etwas mehr einzudämmen.
  • Mund-Nasenschutz „Marke Eigenbau“
  • : Eine Tröpfcheninfektion ist nach derzeitigem Stand der Hauptübertragungsweg für Corona-Viren. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske kann vor allem andere Menschen vor einer Infektion schützen. Wer zu selbst genähten Masken aus Stoff greift, sollte darauf achten, dass sie aus mehreren Lagen bestehen – am besten indem eine Schicht in Falten gelegt wird. Nur ein an den Rändern eng anliegender, mehrschichtiger Schutz, der Mund und Nase bedeckt, fängt die Tröpfchen auf, die sonst beim Sprechen, Husten oder Niesen in einem Umkreis von 1,50 Meter ausgestoßen und verteilt werden. Außerdem trägt der Mundschutz dazu bei, das unwillkürliche Anfassen von Mund und Nase zu unterbinden. Als Material eignet sich am besten Baumwolle, weil dieses Material luftdurchlässig und in der Maschine bei 60 Grad waschbar ist.
  • Bezugsquellen für Behelfsmasken
  • : Viele Menschen nähen aus Kapazitätsmangel am Markt den Mund-Nasen-Schutz selbst, verschenken oder vertreiben ihn über kommunale Einrichtungen, in Onlineportalen oder in kleinen Geschäften. Auch Textilhersteller stellen ihre Produktion zum Teil auf Stoffmasken um. Bereitwillige Maskenträger können sich in ihrem persönlichen Umfeld nach entsprechenden Angeboten umsehen. Kunden, die im Internet auf ein Selfmade-Angebot stoßen, sollten auf die Seriosität des Anbieters bei seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und im Impressum achten und vom Kauf teurer Produkte absehen.
  • Hygiene beachten ist weiterhin erste Pflicht
  • : Die Maske sollte auf keinen Fall mit ungewaschenen Händen an der Innenseite, sondern am besten nur an den Bändern berührt werden. Hände danach noch mal gründlich waschen! Das gilt vor allem bei einer mehrfachen Anwendung des Notbehelfs. Den Mundschutz so häufig wie möglich in der Maschine bei 60 Grad mit herkömmlichem Woll-Waschmittel waschen, auch wenn man nur ein Exemplar besitzt.

Rechtlichen Rat zum Warenkauf bietet die örtliche Beratungsstelle in Gronau der Verbraucherzentrale NRW – derzeit ausschließlich telefonisch unter 02562 60869601 oder per E-Mail (gronau@verbraucherzentrale.nrw). Spezielle Antworten auf Corona-Fragen zur Bewältigung des Verbraucheralltags gibt’s unter 0211 33995845, montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr und online..

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