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Antrag vonSPD und Grünen

Bestandsaufnahme Klimaschutz

Gronau

SPD und Grüne bündeln ihre Kräfte. In einem gemeinsam Antrag wollen sie den Klimaschutz vorantreiben. Dazu wollen sie wissen, wie weit die Ideen des Arbeitskreis Klimaschutz gediehen sind.

wn

Foto: dpa

Anregungen sammeln und Ideen entwickeln, um den Klimaschutz in Gronau voranzutreiben – mit dieser Zielsetzung hatte der Ausschuss für Verkehr, Umwelt, Energie und Tierschutz der Stadt im Herbst 2019 den Arbeitskreis Klimaschutz ins Leben gerufen. Jetzt beantragen die SPD und B90/Die Grünen, dass die Verwaltung eine Bestandsaufnahme der Arbeit des Arbeitskreises vorlegt.

Eine lange Liste von Ideen zum Klimaschutz wurde in der ersten Sitzung des Arbeitskreises, in dem neben der Stadtverwaltung und Vertretern der Ratsparteien auch die Stadtwerke, der NABU, der Natur- und Umweltschutzverein Gronau, die Lokale Agenda Gronau und die lokale Gruppe „Fridays for Future“ vertreten waren, zusammengetragen.

Rund 60 Punkte umfasst die Liste, die in den Handlungsfeldern Flächenmanagement und Planung, Grünflächen und Pflanzmaßnahmen, Straßenbeleuchtung, Beschaffungswesen, Anpassung an den Klimawandel, Abwasser und Abfall, Gewerbe, Dienstleistung und Handel, eigene Liegenschaften, Mobilität (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr), Elektro- und sonstige Mobilität, Wärme- und Kältenutzung, Öffentlichkeitsarbeit/Bildung sowie Sonstiges zusammengefasst wurde.

Einige Punkte aus dem Handlungskatalog wurden zwischenzeitlich umgesetzt. So wurde etwa durch Beschluss des Planungsausschusses in den Festsetzungskanon für Bebauungspläne aufgenommen, dass Flachdächer und geneigte Dächer zu begrünen, Vorgärten gärtnerisch zu gestalten sind, je 400 Quadratmeter Grundstücksfläche ein großkroniger, standortheimischer Laubbaum zu pflanzen ist und Baugrundstücke mit einer Zisterne zu versehen sind. Auch die Idee von „Fridays for Future“ zur Anlage eines Familienwalds, in den zu bestimmten Anlässen Bäume gepflanzt werden können, wurde auf den Weg gebracht, ebenso ein Maßnahmenkatalog zur Verbesserung des Radwegenetzes.

Vieles wurde aber bisher nicht bearbeitet oder aber nur angerissen, vor allem erwuchsen aus den Ideen und Anregungen des AK Klimaschutz zu wenig konkrete Beschlüsse in den Ausschüssen und im Rat, haben Norbert Ricking und Gabi Drees, die Fraktionsvorsitzenden der SPD und Grünen, festgestellt. „Im AK Klimaschutz wurde vorgeschlagen, in Zukunft jeden gefällten Baum durch zwei bis drei Neuanpflanzungen zu ersetzen. Die im Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz (MUK) vorgelegte Liste der Baumfällungen und -neuanpflanzungen basiert aber weiterhin auf einem Eins-zu-Eins-Ersatz“, nennt Ricking ein Beispiel. „Insgesamt war die Rückkopplung der im Arbeitskreis angesprochenen Themen zu den Ratsgremien nicht wirklich gut“, sagt Gabi Drees.

Daher beantragen SPD und Grüne in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz, dass die Verwaltung einen Sachstandsbericht zur Arbeit des Arbeitskreises Klimaschutz erstellt und im Ausschuss vorlegt.

Das kann dann die Grundlage für die zielgerichtete Weiterarbeit des Arbeitskreises Klimaschutz in der neuen Legislaturperiode sein, sind sich Norbert Ricking und Gabi Drees einig. „Denn es gibt noch sehr viel zu tun in Sachen Klimaschutz in Gronau und Epe.“

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