Festival startet am Donnerstag in Enschede

Biotechnologie das heiße Thema bei Gogbot

Enschede

iowissenschaften sind das neue heiße Thema. Sie haben das Potenzial, die Informationstechnologie in der wissenschaftlichen Bedeutung abzulösen. „Bio the new Digital“ lautet denn auch der Titel der 16. Ausgabe des Gogbot-Festivals. Es startet am morgigen Donnerstag in der Enscheder Innenstadt.

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Das Gogbot-Festival ist immer für Überraschungen gut. Im vergangenen Jahr war ein Nachbau des DeLoreans aus der Spielfilm-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ auf dem Oude Markt in Enschede zu sehen. Foto: mb

Biowissenschaften sind das neue heiße Thema. Sie haben das Potenzial, die Informationstechnologie in der wissenschaftlichen Bedeutung abzulösen. „Bio the new Digital“ lautet denn auch der Titel der 16. Ausgabe des Gogbot-Festivals. Es startet am morgigen Donnerstag in der Enscheder Innenstadt.

Bei Gogbot handelt es sich um ein Multimedia-Festival, bei dem Ausstellungen, Liveacts, Lesungen, Workshops und Musik verschmelzen. Seit 2004 verwandelt das Festival jedes Jahr das Zentrum von Enschede in ein futuristisches audiovisuelles Ereignis. Die Mission von Gogbot ist es, eine Plattform für die originellsten, visionärsten und avantgardistischsten Künstler zu bieten, die heute aktiv sind. Es untersucht die neuesten technologischen Entwicklungen und fordert Reflexion, Debatte und eine kritische Haltung gegenüber unserem Lebensumfeld.

Vom 5. bis 8. September findet die 16. Ausgabe des Festivals statt. Ist der Mensch noch relevant genug, um Teil der nächsten Ära zu sein, in der die biologische Revolution und der Datensturm gleichzeitig die Welt verändern? An diesen vier Tagen und Nächten geht es an verschiedenen Stellen – vom Oude Markt über den Willem Wilminkplein bis zum Bahnhofsplatz – darum, das Thema in verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Die meisten Attraktionen und Ausstellungen sind gratis zu besuchen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Gogbot-Konferenz. Immer mehr junge Künstler und Designer entdecken, was die Biowissenschaften für sie zu bieten haben. Sie lenken ihren Blick in die Zukunft und stellen Fragen, was die neuen Technologien – mit ihren Eingriffen ins genetische Material – der Menschheit bringen werden. Dabei gehen Wissenschaft und Kunst eine Symbiose ein. Die Konferenz am Samstag (7. September) von 15 bis 19 Uhr beschäftigt sich mit dieser Entwicklung. Sie fragt, was es bedeutet, in dieser biotechnologischen Ära Mensch zu sein. Wird die Zukunft ein Traum oder ein Albtraum?

Im Muziekcentrum in Enschede diskutieren darüber (auf englisch) Dr. Koert van Mensvoort (Kreativdirektor Next Nature Network), Peter Joosten (Biohacker), Emma van der Leest (Wissenschaftlerin „biobased art & design“), Shahar Livne (Designer), Non Human Nonsense (Kunstkollektiv), Kuang-Yi Ku (Zahnarzt und Biokünstler), Yi-Fei Chen (Social-Designer), Valerie Daude (BioDesigner), Thieu Custers (Design-Forscher), Quang Bich Tran (Designer), Joyce Nabuurs (Wissenschaftsassistentin). Der Eintritt kostet 13,50 Euro (Studenten neun Euro).

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