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Vor Grundschul-Öffnung gibt es Desinfektions-Material

„Care-Pakete für die Schulen“

Gronau

Vor der Wiederöffnung der Grundschulen haben jetzt die Hausmeister der acht Gronauer und Eper Grundschulen Desinfektionsmaterial erhalten – dazu viele Informationen und jede Menge Papier.

Klaus Wiedau

Materialausgabe in Zeiten von Corona: Hausmeister der Grundschulen holen im Baudezernat Hygieneartikel ab. Foto: Klaus Wiedau

In Reih und Glied stehen die acht Kanister mit Desinfektionsmittel in der Eingangshalle des Baudezernats an der Grünstiege. Ausgerichtet wie auf einem Appellplatz. Davor jeweils ein Karton mit einem weiteren Desinfektionsmittel für empfindliche Flächen sowie ein Karton mit Masken und obendrauf liegen Papiere.

Mit Blick auf den Neubeginn des Unterrichts an den Grundschulen der Stadt fand jetzt zu Wochenbeginn die Ausgabe von Hygiene-Material statt.

Thomas Nacke (Gebäude- und Liegenschaftsmanagement) erklärt den Hausmeistern, die mit gebührendem Abstand vor ihm stehen, was es mit dem Material auf sich hat, das die Stadt zentral für alle Grundschulen bestellt hat. Andere Materialien wie Putzlappen und Handschuhe haben die Schulen bereits erhalten. „Und wenn noch etwas fehlt, bitte melden“, gibt Nacke den Kollegen mit auf den Weg.

Die nehmen am Ende eines kurzen Vortrags und nach ein paar Dankesworten von Bürgermeister Rainer Doetkotte übrigens nicht nur die „Care-Pakete für Schulen“ mit, wie es einer schmunzelnd beschreibt.

Es gibt auch reichlich Papier: Die „Regeln für den guten Umgang miteinander“ etwa, die kindgerecht mit bunten Bildchen erläutern, was in Zeiten von Corona erlaubt ist und was besser nicht sein sollte. „Das wird durch die Comic-Zeichnungen besser deutlich, als wenn ich Verhaltensregeln aufgeschrieben hätte“, ist Nacke von der Wirkung der Bilder überzeugt. Die hat die Stadt übrigens nicht selbst erfunden. „Die stammen aus Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen“, schmückt sich Nacke nicht mit fremden Federn. „Man muss ja nicht alles neu erfinden, was es schon gibt – und gut ist.“

Daneben gehört zum Paket auch Lektüre für die erwachsenen Verantwortlichen an den Schulen – ein Infoblatt der Bauberufsgenossenschaft mit Hinweisen zu Gebäudereinigung etwa.

Mehr geschrieben werden muss künftig an den Schulen zudem von Hausmeistern und Reinigungspersonal. Reinigungspläne etwa sind auszufüllen – Blätter, wie sie an den Autobahn-Toiletten hängen, um zu dokumentieren, wer wann zuletzt die WCs oder andere Bereiche sauber gemacht hat. Damit nichts vergessen wird, liegt dem jeweiligen Paket auch eine To-do-Liste für die Verantwortlichen bei.

Bei der Ausstattung der Schulen galt es übrigens an viele Details zu denken. Ein Beispiel: Die Befestigung der Spender mit dem Desinfektionsmittel. Nacke rät den Kollegen, sorgfältig zu schauen, wo sie montiert werden. Mit der Bohrmaschine schnell mal eben zwei Löcher zu bohren sei im Zweifelsfall keine gute Idee. Denn: Viele Schulen sind alt und die Wände möglicherweise mit Schadstoffen belastet. Als Alternative zur Anbringung bietet sich ein selbst gemachter Spender-Ständer an. „Bestimmt 50 Stück“ hat Werner Herking davon schon gebaut: Robust, pflegeleicht und mobil. Und weitere 25 wird er noch in den nächsten Tagen für die Hausmeister-Kollegen zusammenschrauben.

Trotz der Desinfektionsmittel rät Nacke übrigens zu dem, was viele Experten sagen: „Das A und O der Hygiene ist das Händewaschen – oft und richtig“, betont auch Nacke noch einmal vor den Kollegen.

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