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DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“ profitiert von Bundesprogramm

Corona-Defizite aufarbeiten

Gronau

Kinder haben unter der Corona-Pandemie besonders zu leiden. Mit drei Projekten soll nun im DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“ ihre Entwicklung und ihr Miteinander gefördert werden. Dafür hat die Kita-Leiterin mehrere Tausend Euro „organisiert“.

Im Holzworkshop mit James Skunca können die Mädchen und Jungen Tiere und Figuren aus Holz fertigen. Werkbänke in kindgerechter Höhe erleichtern ihnen das Arbeiten. Foto: privat

Mädchen und Jungen, die das DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“ besuchen, können jetzt besondere Körpererfahrungen machen, Holztiere fertigen oder mit Hunden und Pferden auf Tuchfühlung – oder besser Fellfühlung gehen.

Möglich sind die zusätzlichen Angebote dank Fördermitteln aus dem Programm „AUF!leben – Zukunft ist jetzt“ der Deutschen Kinder- und Jugend-Stiftung (DKJS). Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung.

Das DRK-Familienzentrum hat die Projektförderung als große Chance für die zweigruppige DRK-Kita gesehen und gleich mehrere Projektanträge über 12 180 Euro in den Kategorien „Alltag Plus“ und „Impuls“ gestellt. Für drei Vorhaben in der Kategorie Alltag Plus sind die ersten 6300 Euro nun bewilligt worden. In dieser Kategorie werden Projekte gefördert, die regelmäßig in zwei bis fünf Zeitstunden pro Woche für die Dauer von mindestens zehn Wochen stattfinden und auf die persönliche Weiterentwicklung in Kombination mit einer psychosozialen Stärkung der Kinder gerichtet ist.

Miteinander bewegen und werkeln

Je 2100 Euro gibt es für das Vorhaben Herso’s Heldenschule mit Mike Paustian, der mit den Kindern das Bewegungsprogramm Smart Kid und Fid Kid ab Januar über zehn Wochen anbieten wird. Körpererfahrungen, individuelle Erfolge, die Entwicklung des Selbstbewusstseins sowie Gefahrenvermeidung stehen dabei im Vordergrund. Das zweite bewilligte Vorhaben ist der Holzworkshop von James Skunca von Kunst, Workshops & Konzepte (KuWoKo) – einem externen Bildungspartner der Kita im Bereich Werken mit Kindern. Skunca bietet Werken mit Werkbänken in kindgerechter Höhe an. Die Kinder können mit Hand- und Tischbohrmaschinen arbeiten. Das Werkzeug ist schon für dreijährige Kinder geeignet und das Ziel des Workshops ist es, mit Kreativität Tiere und Figuren aus Holz eigenständig zu fertigen. Dieses Angebot findet dienstags statt.

Ausflüge geplant

Tiergestützte Einheiten mit Lina ist das dritte Vorhaben, Dabei wird ab Januar in einer zweiten Gruppe in Kleingruppen mit Therapiehunden und Pferden gearbeitet.

In der Kategorie „Impuls – Motivation stärken“ beantragte Kita-Leiterin Birgit Hüsing-Hackfort zusätzliche 5880 Euro. Hier werden eintägige Ausflüge oder einmalige Projekte für mehr Miteinander von Kindern gefördert. Der Gedanke, sich nach langer Trennung wieder als Gemeinschaft zu begreifen, spielt in dieser Kategorie eine tragende Rolle. Sollten auch hier die Gelder bewilligt werden, will die Kita sie für Ausflüge nutzen.

Acht Zeitstunden habe die Kita-Leiterin in die Antragstellung investiert und das hat sich – findet sie – wirklich gelohnt.

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