Es gibt keine klassische Tafel mehr im Hauptgebäude der Euregio-Gesamtschule

Das Ende der Kreidezeit ist erreicht

Epe

In der kommenden Woche beginnt der Schulunterricht wieder. In den Schulgebäuden und ihrer Ausstattung hat sich während der Ferien allerhand getan, wie ein Blick in die Euregio-Gesamtschule zeigt.

Guido Kratzke

Schulleiterin Dagmar Dengler (r.), ihr neuer Stellvertreter Daniel Terbeck Foto: Guido Kratzke

Die Stadt Gronau investiert kräftig in ihre Schullandschaft. Längst reichen die Ferien für die sonst üblichen Sanierungsmaßnahmen nicht mehr aus. Und doch wird auch diesem Jahr wieder pünktlich zum Schulbeginn einiges fertig, das bei Lehrern und Schülern für glänzende Augen sorgen könnte.

Ein Beispiel für Modernisierungsmaßnahmen aus den vergangenen Monaten ist das Obergeschoss der Euregio-Gesamtschule in Epe. Die alten Klassenräume sind kernsaniert worden und bilden mit Aufnahme des Unterrichts die neue Heimat für die naturwissenschaftlichen Fächer.

Schulleiterin Dagmar Dengler

Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für die Euregio-Gesamtschule im Hauptgebäude auch das Ende der Kreidezeit erreicht. „Es gibt hier im Haus keine klassische Tafel mehr, seit zwei Jahren auch keine Overhead-Projektoren“, erläutert Schulleiterin Dagmar Dengler. Bei der Digitalisierung sieht sie ihre Schule auf einem guten Weg. „Was noch fehlt sind die digitalen Endgeräte für die Schüler.“ Aber für die höheren Klassen stünden auch bereits Klassensätze bereit, die nach den Ferien zum Einsatz kommen werden.

Stolz führte sie gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Daniel Terbeck, der zum 1. August offiziell mit der Aufgabe – zunächst allerdings nur kommissarisch – betraut wurde, jetzt Andrea Winkler als zuständige Fachdienstleiterin für das Gebäudemanagement der Stadt Gronau durch die in neuem Glanz strahlenden Fachräume. „Vieles von dem, was erneuert werden musste, sieht man jetzt nicht mehr“, erklärte die Architektin und verwies auf die aufwendige Installation, die komplett erneuert wurde und jetzt dafür sorgt, dass in den Räumen für Chemie, Biologie und Physik die Schüler und Lehrer auf optimale Rahmenbedingungen stoßen. Dazu erhielten die Räumlichkeiten, zwischen denen sich die Vorbereitungs- und Lagerräume für die ebenfalls neu angeschaffte Fachausstattung, die jetzt den Erfordernissen für die gymnasiale Oberstufe entspricht.

Schulhofgestaltung

Als letzter Baustein der Sanierungsarbeiten soll am Standort Gildehauser Damm in Zukunft die Schulhofgestaltung in Angriff genommen werden. Diese soll sich dann an den Bedürfnissen der Schüler der Jahrgangsstufen acht bis 13 orientieren.

Auch am provisorischen zweiten Standort wurde in den vergangenen Wochen investiert und erweitert. Am Riekenhofweg wurden auf dem Gelände neben dem Stadion 48 weitere Container in Form eines zusammenhängenden Baukörpers zusätzlich errichtet und für den Schulbetrieb ausgestattet. Die acht zusätzlichen Klassenräume bieten den Platz für einen dritten Jahrgang, der erst im kommenden Jahr vor Ort sein wird. Erweitert wurden beispielsweise die Technikräume, und der neue Trakt hat auch ein größeres Lehrerzimmer erhalten. Dazu kommen ein Aufenthalts- und Mensabereich, so dass es zum neuen Schuljahr mittags statt Lunch-Paketen warmes Essen geben wird. „Dieser Standort wirkt von innen ganz anders als von außen“, betont Dagmar Dengler und legt großen Wert auf die hohe Qualität in den Räumen. „Und die Schüler genießen vor allem den Platz auf dem Schulhof.“

48 neue Container am Riekenhofweg

Ende Januar 2022 soll dann die Zeit der Provisorien und Umzüge abgeschlossen sein. Bis dahin soll das zweite Schulgebäude samt Aula an der Gasstraße erricht und bezugsbereit sei – natürlich auch voll mit digitaler Technik. Vielleicht wird ja im Keller noch eine alte Tafel mit Kreide erhalten bleiben, die dann noch an die längst vergangene Kreidezeit an der Gesamtschule erinnern.

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