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Premiere für Projekt „Gutes Essen“

„Das größte Problem sind die Verpackungen“

Gronau

Vor zwei Wochen noch war es nur eine Idee, inzwischen ist daraus handfeste Wirklichkeit geworden. Am Dienstag fand die Premiere des Projektes „Gutes Essen“ statt. 47 Essen wurden für bedürftige Familien in der FBS vorbereitet und dann zur Mitnahme ausgehändigt.

Klaus Wiedau

47 Mittagessen wurden am Dienstag für die erste Ausgabe in der Küche der FBS vorbereitet. Zudem wurden selbstgenähte Masken (kleines Bild) verteilt. Foto: Klaus Wiedau

Es riecht nach Zwiebeln und Knoblauch. Auf bereitstehenden Platten liegen Karotten und anderes Gemüse. Im Hintergrund ist das Hacken eines Messers zu hören, mit dem Zwiebeln zerkleiner werden. Um zehn Uhr am Dienstagmorgen laufen in der Küche der FBS an der Laubstiege die Vorbereitungen für eine Premiere: In wenigen Stunden sollen hier 47 Mittagessen an bedürftige Familien abgegeben werden.

„Ich bin zufrieden damit, wie es angelaufen ist“, sagt Ingrid Reus, die die Idee für dieses besondere Projekt in Corona-Zeiten hatte und jetzt mit einem Team – darunter Profiköche und Schnippelhelferinnen – bei der Arbeit ist. Vor zwei Wochen war es nur ein Gedanke, inzwischen ist daraus handfeste Wirklichkeit geworden. Bedürftigen Familien mit Kindern einmal in der Woche ein warme Mahlzeit zu bieten, das war der Grundgedanke. Und der Bedarf scheint da zu sein. „Die Resonanz ist groß. Wir haben 47 Anmeldungen. Darunter viele Alleinerziehende, aber auch Familien – drei sogar mit jeweils vier Kindern“, sagt Reus. Am Montag hat sie mit einem Wagen der Tafel Lebensmittel von Geschäften geholt und Fleisch gekauft. Auf dem Speiseplan des ersten Ausgabetages: frische Hähnchenschnitzel, Kartoffel-Gratin und Gemüsepfanne. Reus: „Gekocht wird so, dass es auch Kindern schmeckt.“

Zufrieden ist Reus auch mit der Zahl der Helfer, die sich gemeldet haben. „Die werden jetzt von Woche zu Woche von mir angesprochen“, erklärt sie den weiteren Ablauf. „Das größte Problem sind die Verpackungen“, spricht Reus eine noch vorhandene Schwachstelle an. „Wenn jemand eine Idee hat, wie wir das umweltfreundlicher als mit Aluschalen lösen können, wäre ich für Hinweise dankbar“, sagt sie. Und natürlich auch weiterhin für Spenden.

Ein paar Räume weiter nähen Frauen um FBS-Kursleiterin Gerlinde Wachholz Masken. Mit dabei Annemie Eling (FBS), Gertrud Meyer, Irmgard Bohn und Alie Nijhuis. Rund 100 Masken – die meisten für Kinder – haben sie bereits fertig. Die ersten werden mit dem Mittagessen ausgegeben. „Wir machen das im Teamwork unter Beachtung der Regeln“, erläutert Eling. Ganz nebenbei komme man so mal aus der Isolation.

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