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Online-Kurse für Eltern mit Kleinkindern

Das Konzept ist voll aufgegangen

Gronau

In einer Krabbelgruppe leitet Diana Ricker Mütter dabei an, ihre Säuglinge auf den Bauch zu drehen. Das Besondere dabei: Sie sieht weder die Handgriffe der Mütter noch die Reaktionen der Kinder. Denn die Gruppe kommt nur virtuell zusammen, das Kursangebot ist digital.

Frank Zimmermann

Diana Ricker leitet Online-Kurse für Eltern mit Kleinkindern. Foto: FBS

Diana Ricker ist pädagogische Mitarbeiterin bei der Familienbildungsstätte (FBS) Gronau. Die Arbeit mit Eltern und Kindern ist ihr eine Herzensangelegenheit, sagt sie. Deshalb hat sie sich auch trotz einiger Bedenken dazu entschieden, die Kurse, die aufgrund der Pandemiebekämpfung nicht wie gewohnt stattfinden können, stattdessen als Onlinekurs anzubieten.

Von dem Ergebnis ist sie ganz angetan. Konzeptionelle Überlegungen seien voll aufgegangen. Zum Beispiel die Verkürzung der Kurseinheit auf 45 Minuten. Oder die klare Strukturierung des Angebots. Nach einem Begrüßungsritual schaltet Ricker die Mikrofone der Teilnehmerinnen konsequent stumm. So eine präzise, konzentrierte Vermittlung von Inhalten gelinge in „normalen“ Kursen längst nicht immer. Weitere Vorteile: Wege fallen weg, Geschwisterkinder sind leichter einzubinden.

Positive Rückmeldungen

Auch die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen seien durch die Bank positiv. Nach der Devise: „Endlich habe ich mal einen Termin in der Woche.“ Oder: „Endlich sieht man auch mal wieder anderer Eltern.“

Sogar der Kurs „Waldstrolche“, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam in die Natur gehen, funktioniert in der Online-Variante. Im Kurs besprechen die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Exkursionen oder bekommen Handlungsempfehlungen für den nächsten Ausflug. „Einmal hat die Kursleiterin sogar Kleinigkeiten im Wald versteckt, die die Kinder dann suchen mussten, so ähnlich wie beim Geocaching“, erzählt Ricker.

Während sie von den Erfahrungen mit den Online-Kursen positiv überrascht ist, ist sie was die Zahl der Teilnehmerinnen angeht eher enttäuscht. Mit zwei bis sieben Teilnehmerinnen pro Kurs sei da durchaus noch Luft nach oben. Deshalb können sich zu den laufenden Eltern-Kind-Gruppen (für Kinder ab zwölf Monaten) und auch zu den Waldstrolchen gerne noch Menschen anmelden. „Wir rechnen dann auch termingenau ab“, verspricht Ricker. Neue Kurse für Kinder die in den Monaten Januar bis März geboren wurden, laufen dann nach den Osterferien wieder an.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der FBS.

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